Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 19 (1878)
- Issue
- Heft 32 (7.8.1878)
- Date
- 1878-08-07
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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'>' -.'S-"/ p 797 macht. — Wir verweisen den gelehrten Vers, wiederholt auf die oben erwähnten Reeensionen, die uns der Nothwendigkeit entheben, diesen Punkt hier des Weiteren zu besprechen. Besonders sei auf die treffende Erklärung der erwähnten Divergenz zwischen R. Josua und R. Elieser hier verwiesen. (Jeschurun Jahrg. III. S. 241.) — Wir beschränken uns darauf, hier nur daran zu erinnern , daß ntton rnt ipno jedenfalls nicht heißen kann, wie es der Vers, wiedergibt; sie haben das Maaß übervoll gemacht; sondern heißen muß, sie haben daS Maaß gestrichen, d. h. es enthielt nicht zu viel und nicht zu wenig. (Vergl. Mischnah. Baba Bathra V. Ende.) S. 50 wird aus dem Wortlaut der Mischnah D’non ibpbp&D (Rosch Haschonoh 11. 2) als die dtid schlecht geworden waren, gefolgert, daß sie früher einmal gut gewesen sein müssen. — Gegen das Factum, daß die K. früher gut waren resp. als vertrauenswürdig gelten, ist nichts zu erinnern, aber dieser Beweis beruht auf einer unrichtigen Auffassung des Wortes ^p, das nicht schlecht werden, sondern schlecht handeln, verdrehen re. bedeutet. Onkelos gibt ^o'i (V. B. Mos. 16. 19) mit ^po wieder. S. 66 heißt es: Gleichen Inhalts ist eine Halacha, die nach der Aussage des jerus. Talmud ebenfalls in Jamina behandelt wurde. Zwar heißt es nicht ausdrücklich, daß sie an dem denkwürdigen Tage erörtert wurde, wir glauben aber aus dem Umstande, daß die Frage ebenso wie die vorhergehende die Reinheit wie Unreinheit betrifft und, daß dies in Jamina geschehen ist, mit Recht schließen zu können, daß sie an dem Tage des Amtswechsels zur Verhandlung gekommen. Der Frage geschieht im Talmud folgendermaßen Erwähnung. In Jamina wurde die Frage aufgeworfen, warum ein Schiff auf dem Jordan unrein wird, worauf R. Chanina b. Antigvnus erklärte, weil es mit Früchten gefüllt wird, um sie vom Festlande nach dem Meere und vom Meere nach dem Festlande zu bringen. Wir lassen hier den Wortlaut der Stelle im Jeruschalmi (Sabbat. IV.) folgen: yjB' p« DbijP jmv *:n dkg h’k na apy* »an r&Nttu HDD m w 'man nGP loay dt» ~)Dn tOi hndd k\-j not) p-pn nany .um n naSn ntjnni djvdjk p rwan 'n «ap ny, nan dtn nrrs nnitt »jbd »hndd a»n p-pn nany Dv nwavi pv rpaP v'n p nm» pa'-im hieraus ergibt sich, daß diese Frage allerdings in Jamina behandelt, aber dort nicht erledigt wurde. — Jedenfalls aber ist die Wiedergabe unrichtig, daß ein Jordanschiff deßhalb nicht toms wird, weil es mit Früchten gefüllt wird und sie dann vom Meere nach dem Festlande und zurückgebracht werden. Es wäre nicht abzusehen, welchen Einfluß die Transportirung der Früchte auf die nNaiD oder mno des Schiffes haben sollten. Vielmehr handelt es sich wie sgmmtliche Commentatoren bemerken und wie es nach dem Wortlaut nmx ja nicht anders sein kann, um ein transportables kleines Schiff, welches als bobvai im rwö’ta ^apo ist. Vollständig unrichtig ist auch S. 70 in der Mischnah Edujoth II. 4 der Ausdruck nsnü ns»a durch eine Eierschaale re. wiedergegeben. Wir hatten noch manches, mehr und minder Wichtige, nachzutragen, besonders den angeblichen Gegensatz zwischen R. Josua und R. Elieser betr., den bekanntlich erst Grätz erträumt, und den die vorliegende Abhandlung unbegreiflicher Weise ziemlich treu copirt hat. — Das Gesagte mag jedoch genügen. - Wir wiederholen, daß diese Ausstellungen , da sie nicht Entstellungen tendenziöser Natur zum Gegenstände haben, nur untergeordneter Natur sind, und daß die Vorzüge dieser Darstellung ihre Mängel bei weitem überwiegen. E. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Rumänien. Bukarest. Die „Times" veröffentlicht eine Depesche vom 26. Juli, wonach eine Anzahl übelgesinnter Personen Ln Bukarest mehrere Israeliten in einen Krämerladen gelockt und sie daselbst derart mißhandelt haben, daß einigen derselben daS Bein gebrochen ging. Die Regierung hat strenge Untersuchung zugesagt. Bulgarien. Kafarrltzk. Die schrecklichen Gräuelthaten in Bulgarien sind noch nicht zum Abschlüsse gekommen. Aber nicht nur Türken, sondern auch Juden werden vom Schicksale bulgarischer Gräuelthaten ereilt. So berichtet man aus Kasanlyk: Die Bulgaren habenden Vorsteher der Synagoge geschlachtet, sein Blut in einem Zuber aufgefangen und dasselbe mit dem Blute mehrerer getödteter Hunde vermischt. Die Juden wurden dann unter Androhung der Todesstrafe gezwungen, dieses gemischte Blut auszutrinken. Zum Glücke sind bald darauf russische Soldaten angekommen, welche die Juden aus den Händen ihrer Peiniger retteten. Eine solche SchreckenSthat ist wohl kaum in un-