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Der Israelit · 1878-06-19 · Heft 25 (19.6.1878) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 25 (19.6.1878)
Date
1878-06-19
Page
– (sequence 19)
Language
German
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617 ANZEIGEN. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Neuer Hilferuf für die Israeliten der Türkei. Paris, den 31. Mai 1878. An unsere theuren Israeliten aller Orlen; Geliebte Brüder! Noch einen Beweis Eurer Theilnahme für unsere Brüder im Orient, an denen sich der Religionshaß so grausam und gräßlich gekühlt hat. Die ganze Welt hallte wieder von dem Schmerzens- und Verzweiflungsschrei unserer Israeliten von Sagara, von Kasanlik, von fast ganz Bulgarien, dieser Unglücklichen, welche hilfs- und trostlos vor der blutigen Jnsurrection fliehen mußten und nur in wenigen Städten des Reiches einen Zufluchtsort fanden, der sie aufnehmen, der sie retten konnte, wo sie aber zu Tausenden in Elend ankamen und bei aller herzlichen und rührenden Gastfreundschaft, die man ihnen bot, doch die schwersten Leiden zu tragen hatten. Da richtete die isr. Alliance einen Aufruf an Eure Barmherzigheit, theure Brüder, sie entwarf dieses herzzerreißende Bild, und von allen Seiten strömten die Opfergaben. Die Israeliten von Marocco, Rußland, Amerika, von verschiedenen Gegenden Afrikas und Asiens vereinigten sich bei diesem heiligen Werke mit den Israeliten von ganz Europa; Präsidenten von Comitös. Rabbinen. Cultusbeamten, Gemeinden, Vereine, alle haben geantwortet, alle haben ihre frommen Spenden gesandt. Aber die traurige Lage unserer Brüder ist noch immer hart und erfüllt uns mit Besorgniß. Alle Versuche, sie in ihre Heimath zurückzubringen, sind gescheitert; die heimischen Bevölkerungen haben sich ihrer Häuser und Besitzthümer bemächtigt, sie antworteten auf die legitimsten Reclamationen mit dem glühendsten Hasse, und da keine Macht intervenirt, um unsere Israeliten zurückzubringen, und keine Autorität, um sie zu schützen, so dauern noch alle Gefahren fort und alle Bedrängnisse steigern sich. Freunde! Unsere Hilfsmittel erschöpfen sich, und wir haben in diesem Augenblicke von unseren theueren Flüchtlingen noch 4000 in Constantinopel, 4000 in Adrianopel, mehr als 2000 in anderen Städten zerstreut, die um das Allernothwendigste bitten. Sie am Rande des halb offenen Abgrundes zu verlassen, ist ein grausamer Gedanke, der Jeden von uns bis in die Tiefe seines isr. Herzens aufregt. Wohlan! Theure Freunde, noch einen brüderlichen Act, noch einen Tribut zärtlicher Theilnahme! Geben wir Brot diesen Unglücklichen, welche leiden, bereiten wir uns vor, sie in ihre Heimath zurückzuführen, sobald der Orient pacistcirt sein wird. Ihr Alle, geliebte Brüder, die Ihr diese zweite Bitte der isr. Alliance vernehmen werdet, öffnet Eure Herzen dem heiligen Mitleid, das die Stimme Israels uns von einem Ende dieser irdischen Welt bis zum anderen erwiedert. Bieten wir so großen Leiden alle unsere Tröstungen dar, erfüllen wir gegen diese Unglücklichen, dje uns anrufen» unser menschliches und brüderliches Werk bis zu dem Tage, wo Der, von welchem alle unsere Geschicke abhängen, ihre nationale und vollständige Wiederherstellung gebieten wird. Für das Central-Comite: Großrabbiner L. Zfidor, Ehrenpräsident. Senator Ad. Cr6mieux, Präsident. Joseph Derenbourg, S. H. Goldschmidt, Biceprästd. N. Leven. General-Secretär. Leonce Lehmann, Schatzmeifter-Delegirter. Isidor Loeb, Secretär. {1768 n meinem Töchterpenstonnt finden noch einige Zöglinge freundliche Aufnahme. Näheres durch die Prospecte. [1815 Paderborn. Frau Gmrrrcr Mendelson. Kost und Logis. 1 oder 2 junge Leute, welche eine Mainzer Schule besuchen oder in einem Geschäfte daselbst sich befinden, können in einer religiösen Familie Kost und Logis oder nach Wunsch Mittag- und Abendessen erhalten. Preis mäßig. Offerten sud Nr. 1802 nimmt die Exped. d. Bl. entgegen. in junges israel. Mädchen aus guter Familie, Lehrerin, sucht Stelle in einem Hause zur Ertheilung des ersten Unterrichts; auch wünscht sie der Hausfrau in der Wirtschaft an die Hand z« gehen. Offerten gef. an A. Goldfchrnidt, Buchhandlung in Mainz. 1786] um sofortigen Eintritt sucht zur Erlernung der Tabakfabrikation einen Lehrling aus anständiger Familie unter günstigen Bedingungen 1819] S. Stern, Steele a. Ruhr.

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