Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 19 (1878)
- Issue
- Heft 25 (19.6.1878)
- Date
- 1878-06-19
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XIX. Jahrgang. M LS. Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. HerauSgcgcbcn von 7 Dr. Sekmann in Mainz. Mittwoch, den 19. Juni 5638 (1878). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 1v Reichs - Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Öesterreichische Banknoten laut EourS. — Directe Franwzusendung unter Streifdaad oro Jahrgang 18 ReichS-Mark oder 7 fl. österr. an die (Sfpebition franco einjufcnbcn. WU- Pa mit dem 1. Juki 1878 ei« neues Huarlak öegiuul, so ertanöe« wir «ns, die geehrte« ASo«- »enten darauf aufmerksam z« mache«, daß namentlich Sei der &oß das Aöounement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Ilnterörech««- erleide. Inhalt. Leitende Artikel: Ueber die Aufnahme von Proselyten in das Judenthum. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Braunschweig — Schweiz: Bern. — Oest.-Ungar. Monarchie: Pesth. —Rumänien: Fokschani. — Italien: Rom. Genua. — Amerika: Baltimore. — Afrika: Algier.— Feuilleton: Simon Reding. Anhalt der erste« ZSeilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Aus der Provinz Posen. Posen. Feuilleton: Die Vertreibung der Juden aus Spanien. Anhalt der zweite» ZSeilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Würzburg. — Frankreich: Paris. — £ eiten*e Artikel. Ueber die Aufnahme von Urofelqten in das Zudenthum. Mainz, 14. Juni. Die Aufnahme von Profelyten in das Judenthum droht in «euerer Zeit zu einer gefährlichen Krankheit zu werden. Wir haben vor einigen Wochen eine Reihe von Artikeln über diesen Gegenstand veröffentlicht, welche erschreckliche Zustände in Amerika enthüllten. Auch iu Deutschland finden fich in neuerer Zeit Rabbtne», die die heiligen Bestimmuugeu unsere- ReligiouSgesetzeS über Proselyten-Aufnahme hintenanfetzen. Diese erhabenen Borschrifteu waren stets unser Stolz und unser Ruhm o’oyn wy1?, vor den Augen der Nationen. Wir Juden, so konnten wir sprechen, betreiben keine Seelenfängerei; wir legen sogar denen, die sich uns anschließen wollen, Schwierigkeiten in den Weg und nehmen nur solche auf, von denen wir überzeugt sind, daß sie aureiner Absicht, aus voller Ueberzeugung sich uns anschließen wollen; wir weisen Jeden zurück, bei dem wir irgendwelche Nebeu-Absicht, sei es auf Einkommen, Erwerb, Stellung oder Heirath, vermuthen. — Und in der That haben gerade diese Borschrifteu nuferer heiligen Religion uns die Hochachtung aller denkenden Menschen erworben. Wir wollen im Nachstehenden die betreffenden Vorschriften, wie sie aus den Quellen refuttiren, darlegen, und auch die betreffenden Ausnahmen würdigen; vielleicht gelingt es uns, durch ruhige und sachliche Darlegung des Gegenstandes, die drohenden Krankheitszustände zu beseitigen. De« Anlaß bietet uns die Affaire des Herrn Rabbiners Dr. Rahmer zu Magdeburg. Dieser Herr hat bekanntlich ein Frauenzimmer in das Judenthum ausgenommen, das unmittelbar nachher eine« Kohen geheirathet hat; derselbe stellt in Abrede, gewußt zu haben, daß der Mann, welcher daS Mädchen ehelichen wollte, ein Kohen ist. Wir haben darauf hin den Herr» Rabbiner von Magdeburg daraus aufmerksam gemacht, daß er — sei»