Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 19 (1878)
- Issue
- Heft 22 (29.5.1878)
- Date
- 1878-05-29
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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M 22. m. ß'-'- XIX. Jahrgang. Der Israelit. Tin Central-Organ für das orthodoxe JndenHum. HerauSgegeben von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 29. Mai 5638 (1878). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 ReichS-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Ocsterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitende Artikel: Die jüdischen Erbtugenden. — Literarischer Bericht. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Aus der Provinz Posen. — Oesterr.-Ungar. Monarchie: Pesth. Budapest. — Frankreich: Paris. Feuilleton: Simon Reding. Inhalt der erste« Neikage: Leitender Artikel: Literarischer Bericht. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Frankreich: Paris. — Feuilleton: Licht und Schatten. Iuhatt der zweite« Meikager Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Aus Unterfranken. Berlin. Berlin. Aus Berlin. Magdeburg. — Oest.- Ungar. Monarchie: Szilhas. Balhas. — England: London. — St Heute nttitth Pie jüdischen Lrblugenden. (Zum Wochenfeste.) Mainz, 23. Mai. Man hat die Frage aufgeworfen, warum wohl am zweiten Tage des Festes der Gesetzgebung das Buch Ruth in der Synagoge verlesen wird. Die Erklärer geben mehrere Antworten auf diese Frage. Die Einen sagen, weil alle Israeliten vor der Offenbarung am Sinai noch nicht der wahrhaften Religion theilhaftig gewesen, so biete sich in der Geschichte der Ruth, die vom Heidenthume zum Judenthume übergetreten, ein Analogon; Andere meinen, daß gerade am Feste der Offenbarung die Wohlthätigkeit, die der Grundzug des Buches Ruth ist, als Grundlage unsrer heiligen Religion in den Vordergrund treten soll. ,.11.10 «tn nxoia «v .13 s'tt ir nbuc «i»yr i"-k 3U3 13w HD3 “}1Dbb? ,13031 HD1?! IHM «bl HD’« *6 .□non boub „Rabbi Sei'ra sagte: Das Buch Ruth enthält weder Vorschriften über unrein und rein, noch über verboten und erlaubt; warum nun wurde es in den Kanon der heiligen Schriften aufgenommen? Um dich zu lehren, wie gut der Lohn derer ist, die Wohlthaten üben." Nach unserer Ansicht ist eS aber nicht die erwähnte Tugend allein, sondern alle die erhabenen Eigenschüften, welche der Talmud als Erbtugenden des jüdischen Stammes bezeichnet, Q'j&m D’ion 'bvv c>'irv"3 — diese drei Kriterien der jüdischen Stammesangehörigkeit: Barmherzigkeit, Schamhaftigkeit und Wohlthätigkeit sind eS, welche die Aufnahme der Ruth in die Gemeinschaft Israels bedingt haben. Dies nachzuweisen, soll unsere heutige Aufgabe sein. Wir lesen im Buche Ruth Cap. 2, V. 11: n« rvpy im b3 in in nt» ioni rj/o jj/i ■jnT?iD p&o id«i i'3« '3iym mo nn« inion "jbyD 'i Mv' .OiVvV bivo Mi' iV-r op bdr '3brv niDnb nta ivx nb« ‘i oyo nobff -jrroffD »nni TD» nnn