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Der Israelit · 1878-05-15 · Heft 20 (15.5.1878) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 20 (15.5.1878)
Date
1878-05-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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m WWWWW^ rr . XIX. Jahrgang. J^Q, 2O. c.. Der Israelit. Ein Central - Organ für das orthodoxe Jndenthum. HerauSgegeben von Vr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 15. Mai 5638 <1878). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis dcS Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man a-onnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut CourS. — Directe Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 ReichS-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitender Artikel: Die Bibel, der Talmud und die Farbenlehre. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Grebenstein. L>traßburg. — Frankreich: Paris. — Asien: Bombay. — Palästina: Jerusalem. — Feuilleton: Simon Reding. Anhalt der ersten Aeilage: Leitender Artikel: Jerobeams Separatismus und Reformjudenthum. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen : Oest.-Ungar. Monarchie: Wien. — Türkei: Kostantinopel. Philippopel. — Feuilleton: Licht und Schatten. Anhalt der zweiten ZSeilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Aus Hessen. — Oest.-Ung. Monarchie: Gyarmath. — Frankreich; Paris. — Palästina: Aus Jerusalem. — Leitender Artikel. Pie Aibel, der Talmud und die Farbenlehre. Mainz, 7. Mai. Es ist seit einigen Jahren unter den Gelehrten Europa's Mode geworden, den Völkern des Alterthums den ausgebildeten Farbensinn abzusprechen; man behauptet, die alten Völker hätten die blaue Farbe nicht gekannt; man sagt, weder in der Bibel noch im Talmud, weder in den /Schriften der alten Griechen und Römer noch in j denjenigen der alten Inder, Aegypter, Perser rc.! finde sich eine Bezeichnung für die blaue Farbe;! nirgendwo werde das Blau des Himmels gepriej sen, das doch die Dichter der modernen Völker zu j so begeisterten Schilderungen anfpMbe. Man j will daraus schließen, daß die Netzhaut des Auges bei den Völkern des Alterthums nicht empfänglich für die blaue Farbe gewesen und daß diese Empfänglichkeit erst in neuerer Zeit durch eine Fort- Entwickelung des menschlichen Auges entstanden sei. Unsere Bibel- und Talmud-kundigen Leser werden staunen, daß man es wagt, in Bezug auf Bibel und Talmud solche thörichte Behauptungen aufzustellen. Es sind das Phantasien, die man erfindet, um dem jetzt so beliebten Darwinschen Systeme HUfstruppen zuzuführen. Alle diese in das Gewand von Wissenschaftlichkeit gehüllten Thorheiten richten sich gegen die ewige isr. Wahrheit , gegen die Lehre von der Schöpfung des Weltalls durch Gott, den Allmächtigen. — Bekanntlich geht die moderne Wissenschaft darauf aus. den allmächtigen Gott zu entthronen, die Schöpfung zu leugnen und die Welt als aus sich selbst entstanden darzustellen. Die erhabene Wahrheit, die einst Abraham gefunden und der Welt verkündet hat — sie soll wieder umgestoßen werden. Diese Wahrheit hat von jeher den Widerspruch der Heiden herausgefordert. Nimrod ließ den Abraham in den glühenden Kalkofen werfen, aus dem ihn Gott errettete; dann zogen vier 1

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