Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 19 (1878)
- Issue
- Heft 16-17 (17.4.1878)
- Date
- 1878-04-17
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Dasselbe lastet. „Am heutigen Tage, an welchem Ew. Hochwürden „mit froher Genugthuung und stolzem Bewußtsein „auf die Früchte eines segensreichen 35jahrigen „Wirkens in einem so verantwortlichen, aber „ehrenvollen Beruf herabblicken, zu dessen Feier „aus allen Gegenden der Provinz und weit darüber „hinaus Glückwünsche und Adressen einlaufen „werden, sei es auch uns vergönnt, Ihnen zu „Ihrem 25jährigen Jubiläum unsere herzlichsten „Glückwünsche darzubringen und durch folgendes „kleine Geschenk unserer Verehrung für Sie Aus- „druck zu geben. „Möge es Ihnen beschieden sein, auch ferner „Ihrem Amte mit aller bisherigen Willenskraft „und Ausdauer obzuliegen und Ihr 50jahrigeS „Jubiläum in gleicher Frische und Gesundheit zu „feiern. 3. Den Cultus betreffende Anordnungen erlassen wir nicht nach eigenem Ermessen, sondern | auf Grund von Gutachten des Provinzial-Rabj binen bzus. des Landrabbinats, bestehend aus dem Landrabbinen und den Provinzial - Rabbinen zu Marburg, Fulda und Hanau. 4. An die Provinzial-Kaffe, aus welcher die Kosten der hiesigen Lehrer-Bildungs-Anstalt, die nach dem diesjährigen Voranschlag „fünftausend Mark" betragenden Zuschüsse zu den Kosten der israelitischen Schulen unseres Bezirks, die Ausgaben für die Schulvisitationen des Herrn Landrabbinen, dessen Gehalt als Provinzial- und Landrabbiner u. s. w. bestritten werden, zahlt die Synagogen-Gemeinde Grebenstein nach Maßgabe der Steuerrollen pro 1876/78 jährlich 124 Mark 75 Pfg., erhält dadegen aus derselben, wenn die Schulstelle besetzt ist. als Beitrag zum Lehrergehalt jährlich 100 Mark. Die Leistung der Gemeinde an die Provinzial-Kasse beträgt daher nur 24 Mark 75 Pfg. mehr als diejenige der letzteren an die Gemeinde. Derartige Ergebnisse werden nur dadurch eri möglicht, daß auf eine Anzahl größere Synagogenj Gemeinden, welche Leistungen zu ihren speciellen I Gunsten nicht bedürfen, der bei weitem bedeutendste Theil der Provinzial - Abgaben entfällt. (Die Synagogen-Gemeinde Cassel allein zahlt mehr als die Hälfte.) Die kleineren Synagogen-Gemeinden erhalten je nach Bedarf und Thunlichkeit Subventionen zu den Kosten ihrer Schulen, welche nicht selten deren Provinzial - Steuern nicht nur ausgleichen, sondern solche um mehr als dasBierfache undFünffache über st eigen. Der bei weitem größte Theil wird in dieser Weife subventionirt und hierdurch allein zur Erhaltung der Schulen in den Stand gesetzt, weßhalb der Provinzial-Verband in finanzieller Beziehung denselben nicht zum Nachtheil, sondern im Gegentheil zum entschiedensten Vortheil gereicht. Bei Aufhebung desselben würden die betreffenden Gemeinden aber nicht nur ohne Schulen, sonj dern weil in der Regel die Lehrer allein zum ordnungsmäßigen Vorbeten befähigt sind, in sehr vielen Fällen auch ohne würdigen und erhebenden Gottesdienst sein uud überdies' die schulpflichtigen Kinder den Unterricht in Religion und im Hebräischen entbehren müssen. Nach im Jahre 1876 erfolgter Mittheilung Königlicher Staatsregierung an den Landtag hat das Institut der Provinzial-Vorsteherämter sich vollständig bewährt und sind auch aus anderen Provinzen Gesuche um Errichtung von solchen eingegangen. 5. Die Ausgaben der diesseitigen Gemeinden und der Provinzial-Kasse betressen zum bei Weitem größten Theil diejenigen Etat-Positionen, zu welchen die Ausgetretenen nach wie vor dauernd beizutragen gesetzlich verpflichtet sind. Ob der Inhalt der Correspondenz auf Mangel an Sachkenntniß oder auf tendenziöser Absicht beruht, lassen wir dahin gestellt. Vorsteheramt der Israeliten. Büding. ANZEIGEN. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. in junger Mann, Commis, in der Eisenwaarenbranche sucht, gestützt auf vorzügliche Zeugnisse und Prima-Refrenzen, Stellung in derselben oder in einer ähnlichen Branche. Reflectanten, deren Geschäft Sonnabend uud jüd. Feiertage geschlossen ist, wollen sich gütigst wenden an 1186] N. Baumgardt, Posen. ine gebildete junge Dame sucht, gestützt auf gute Zeugnisse über ihre bisherigen Leistungen, sofort eine Stelle als Repräsentantin der Hausfrau oder als Wirthschafterin. ]1184 Offerten an Herrn Rabbiner Dr. Plaut in Carlsbad, welcher auch zu Referenzen bereit ist.