Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 19 (1878)
- Issue
- Heft 11 (13.3.1878)
- Date
- 1878-03-13
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2446951-2447747-2447759--14697-2470617- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthnm. HcrauSgegeben von vr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 13. März 5638 (1878). Diese ZeitUng erscbeini wöchentlick einmal. Mittwocbs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs - Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum.— Ocsterreichische Banknoten laut Eours. — Dirccte Francozusendung unter Streifband vro Jahrga»:g 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusendcn. Pa mit dem 1. April 1878 ein «enes Hnartal beginnt, so erlauben wir «ns, die geehrten Abonnenten daraus aufmerksam zn machen, daß namentlich bei der Wost das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Wersendung keine Unterbrechung erleide. Inhalt. Leitende Artikel: Zum Purim-Feste. — Das alte Heiligthmn und die modernen Synagogen. — Zeitungsnachrichten und Correspondeuzcn: Deutschland: Mainz. Eppinghofen. Königsberg. Kolmar. — Oest.-Ung. Monarchie: Wien. Aus Dobromyl. Triest. — Frankreich: Paris.— Spanien : Lissabon. — Amerika: Washington. — Feuilleton: Esther Chiera. Anstatt der ersten Weitage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Dresden. — Oest.-Ung. Monarchie: Wien. — Feuilleton: Licht und Schatten. Anstatt der zweiten Beilage: Leitender Artikel: Literarischer Bericht. — Zcitnngsnachrichten und Eorrespondenzen : Desterr. - Ungar. Monarchie : Prag. Körös - Ladriny. — Rumänien: Bukarest. — Frankreich: Paris. — Türkei. — Deutschland: Mainz. — Inhalt der dritten Mettage. Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Dest.-Ung. Monarchie: Prag. — Rußland: Petersburg. — Leitender Artikel. Aüm Mrim-Iejle. ii. Mainz, 7. Februar. Von Anbeginn an hat der allmächtige Gott stets das abirrende Volk durch Seine Propheten ermahnen lassen, vom Bösen zu lassen und dem Gotte der Väter treu zu bleiben oder zu Ihm zurückzukehren. Als Israel noch in Mizrajim's Knechtschaft schmachtete, sandte Gott den Moscheh, den Ahron und die Mirjam, damit das Volk sick entferne vom Götzendienste der Aegypter. und il der Wüste, im heiligen Lande, im Exil — di Propheten und Prophetinnen, die Israel mit feurigem Gottesworte zum Bessern zu lenken sich bemühten, sind nicht zu zählen onso ’Ksra crbsa — 1,200,000 Propheten und Prophetinnen, erzählet die Weisen im Talmud, haben im Laufe bei Zeiten, früh und spät, zum Volke geredet; 48 Propheten und sieben Prophetinnen nennt die heilige Schrift mit Namen. Aber was haben sie erwirkt? Ist cs ihnen gelungen , das Volk zu bessern, Sünde und Götzendienst aus Israels Mitte zu bannen? Moscheh, der Größte unter allen, muß in seinen Abschiedsworten gestehen onpa '"i Dy Drwi „Widerspenstig seid ihr stets gewesen gegen den Ewigen, Euren Gott." Samuel, der umherreiste in Israel von einem Orte zum andern, der einen Einfluß gewann auf sein Volk wie kein anderer und den Götzendienst fast ganz aus Israels Mitte verbannte. mußte es erleben, daß seine eigenen Söhne nicht in seinen Wegen wandelten, daß ein Doög verderblichen Einfluß auf Israels ersten König übte, daß ein Achitofel heranwuchs , der später so viel Böses bewirken sollte. Elijahu, der feuereifrige Gottesmann, mußte am Ende seiner irdischen Laufbahn seiner Verzweiflung Ausdruck geben. Dem Jirmijahu gelang es allerdings, das Volk vom Bösen für kurze Zeit abzu-