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Der Israelit · 1878-03-06 · Heft 10 (6.3.1878) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 10 (6.3.1878)
Date
1878-03-06
Page
– (sequence 18)
Language
German
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244 nehmen, und da ist er denn nicht sehr wählerisch mit seinen Ausdrücken. Dazu kommt das vorgeschrittene Alter, ohne doch ein jpi (ncan rup» m) zu sein, das Bewußtscin, die Orthodoxie nicht ein Mal mundtodt gemacht, also sein ganzes Lebensziel verfehlt zu haben, das Alles sind Dinge, worüber Einen selbst ein Orden 4. Classe nicht trösten kann. Aber Herr Treuenfels, der sich als Verfechter der vernünftigen gemäßigten Orthodoxie gerirt, der Anbeter des Breslauer Dalai-Lama, daß der auch so über den ,,v“vu sich äußert, darüber sollte man sich füglich wundern. Aber da fällt uns ein Wort von Tayllerand ein, welches lautet: ..Nichtintervention ist eine diplomatische Redensart, die genau dasselbe bedeutet, wie Intervention." So auch hier. Die Orthodoxie des Herrn Treuenfels ist genau dasselbe, wie die Reform des Herrn Philippson und zumVerwechseln ähnlich Sai venw oni Sn. Wir meinen nämlich die Ansichten, bei Leibe nicht die Redacleure. Und wir halten dies hinzuzufügen nicht für überflüssig, damit man nicht etwa meine, wir wollten ein modernes auto-da-fe ausgeführt sehen. Nur hat Herr Ph den Muth des offenen Kampfes für sich, während Herr Tr. sich begnügt, mit den Reformern zu liebäugeln, und nur denn und wann ein unbedachtes Wort seinem Munde entschlüpfen läßt. Und daß dieses Urtheil über ihn nicht ungerechtfertigt ist, das lehrt uns der Ausspruch 60« amyn Ssn mn?n "Sn c:nS 60 U’D jon» "jsc. Wer ein Verehrer des Herrn Prof. Grätz ist, der mit seiner berüchtigten Schwindel-Kritik y'jn bis zur Unkenntniß umformen möchte, wer Sr. Ehrw. des aus Kobylin verschwundenen Rabbiners närrischer Hypothese über cms und '« nDao so bereitwillig bi* Spalten seines Blattes öffnet, und im Gegenthcile sich stets bemüht, anerkannte, redlich im Sinne des orthodoxen Judenthums wirkende Männer, wie Hirsch, Hildesheimer, Stern mit Koth zu bewerfen und 'Din bv mann von ihnen aufzusuchen, der kann es uns doch nicht verargen, wenn wir behaupten, seine Orthodoxie gleiche der Reform wie ein Ei dem andern. Wir führen als Belege hierfür nur an, Herrn Tr.'s vorjährige Vorlesung über das „Wunder in der Bibel". wie zimperlich und mit seidenen Handschuhen er Gräz's Erklärung des Purim als ein?s Bacchus- Festes anfaßt und behandelt, welche Innigkeit und Freundschaft zwischen ihm und dem in Brüx wieder aufzetauchten H:rrn Bloch, den Gräz's Lorbeeren nicht schlafen lassen und der ihn in zügelloser Kritik noch überbreten zu wollen scheint, besteht, wie er ferner schon vor Jahren ganz unbeanstandet von einem sinaitischen und deuteronomischen Gesetze, welche Grätz annimmt, uns berichtet. Wir haben nicht die Ehre, Herrn Tr. persönlich zu kennen, wissen nichts über sein religiöses Privatleben, sondern beurtheilcn ihn einzig undallein nachdem, was aller Welt vorliegt, was er spricht und schreibt. Und daß dies dev vollgiltigsten Maßstab zur Beurtheilung eines religiösen Charakters bildet, lassen wir uns von Niemandem bestreiten. Daher ist uns die Aeußerung desselben, daß im „yW „verrottete Paragraphen" stehen, völlig erklärlich und frappirt uns durchaus nicht. Wir rechten daher auch gar nicht darüber mit ihm, sowenig wir dies mit Herrn Ph. thun, der schon längst „abgethan" ist. Nur wundere er sich auch nicht, wenn man ihm von orthodoxer Seite nicht allein ein begründetes Mißtrauen entgegenbringt, sondern ihn überhaupt in eine Categorie mit allen anderen Reformern stellt. Zum Schluß noch ein Witzwort eines Freundes, was die 1. nwo in Nap eoa, nur ein wenig verändert, uns lehrt (Herr Grätz wird uns schon die Absolution für diese Kritik ertheilen) nna nrn nn 60 •TSy jm’DEM pnn> pnn» cm mm ns»\n 'di 60i man. Die Worte msr und ma seien nur man ’Erso und es heiße: 'Di Di nyij«on 'nm Dn nyMsoytsm nn 60 P’inS Dann» o.na mm nLn.Das Uebereinstimmende beider ist, daß ihr Weg ausgeht, um zu schaden, n’Sy inmctcn, und daß Du Dich daher vor ihnen hüten mußt, und fügen wir hinzu: p«n dü’dd ipu naOm C7L0 p'icn an p'intpai, für den angerichteten Schaden muß er einst dem höchsten Richter mit seinem Besten, d. h. mit seiner Seele, aufkvmmen. A N ZJE LG E N. Für den folgenden Theil ist die Reduction nicht verantwortlich. Annonce. Ein jüdisches Mädchen, das Küche, wie häusliche Arbeiten sehr gut versteht, bestens empfohlen ist, sucht eine entsprechende ordentliche Stelle bei religiösen Leuten. Franco-Offerten unter Nr. 790 besorgt die Expedition d. Bl.

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