Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 19 (1878)
- Issue
- Heft 10 (6.3.1878)
- Date
- 1878-03-06
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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M IO Jahrgang. Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Herausgegeben von Vr. Lehmann in M a i n z. * Mittwoch, den 6. März 5638 (1878). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Rarnn.— Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Direkte Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. öftere, an die Expedition franco einzusenden. Anhalt. Leitende Artikel: Zum Purim-Feste. — Literarischer Bericht. — Zeitungsnachrichten und Corresvondenzen: Deutschland: Mainz. Mainz. — Oesterr.-Ungar. Monarchie: Wien. Wien. — Holland : Amsterdam. — Asien: Vom Karmel. — Feuilleton: Esther Chiera. Inhalt der erste« Beilage: Leitender Artikel: Das alte Heiligthum und die modernen Synagogen. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Wiesbaden. — Oest.-Ung. Monarchie: Preßburg. — Italien: Palermo. — Frankreich: Paris. — England. — Türkei: Constantinopel. Feuilleton: Licht und Schatten. Inhalt der zweiten Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Hannover. Hamburg. Inhalt der dritten Beilage. Spenden-Verzeichnisse. , Leitender Artikel. Ium Mrim-Ieste. I. Mainz, 28. Februar. Im Tractat Cholin (ptnn) f. 139b. befindet sich ein dunkler Ausspruch unsrer Weisen, der die Denker seit vielen Jahrhunderten beschäftigt. Derselbe lautet: p pn , wn po nunn p n»o “i’nDn ojw po mmn p nno« ,pyn pn pjo nnmn Nj’Dnno) im na pjo nmnn p o-nc ,"widk JO»D „Moscheh aus der Thora, woher? „Da er doch Fleisch ist." (Raschi erklärt folgendermaßen: Moscheh, nivv bat nach dem Zahlenwerth der Buchstaben 345, gerade soviel wie ojbg; ferner heißt es dort: „und es werden sein seine Tage 120 Jahre," und das waren die Lebensjahre Moscheh's; das will sagen: pi onbm p n»D catea rnny i'v', dereinst wird Moscheh unter den Geborenen sein und das die Zahl seiner Jahre.) „Human aus der Thora, woher? Etwa vom Baume." (Raschi erklärt: pyn pn Haman an den Galgen). „Esther aus der Thora,' woher? Und ich werde verbergen, verbergen." (Raschi erklärt: in den Tagen der Esther wird Gott sein Antlitz verbergen und viele trübe Leidenszeiten werden eintreffen). „Mordechai aus der Thora, woher? Und Du nimm Dir das vorzüglichste der Gewürze Mor deror, was OnkeloS mit „Moredachia" übersetzt." (Raschi erklärt: in dem d^dbo, in dem Haupt der Gewürze sei die künftige Größe Mordechai's angedeutet.) Unsere geehrten Leser werden uns zustimmen, daß dieser Ausspruch der Weisen ungemein dunkel und trotz der Erklärung Raschids schwer verständlich ist. Selbst wenn wir zugestehen, daß nur eine Andeutung der betreffenden Personennamen gesucht und gefunden wird in den Buchstaben und Worten der Thora, so sind die Schwierigkeiten, welche dieser Ausspruch dem Verständniffe bietet, nicht