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Der Israelit · 1878-02-13 · Heft 7 (13.2.1878) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 7 (13.2.1878)
Date
1878-02-13
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XIX. Jahrgang. M 7. Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. HerauSgegeben von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 13. Februar 5638 (1878). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, MittwockS, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzDhrig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Ocsterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 ReickS-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Z n 1) ä I t. Leitende Artikel: Bulgarien. — Das Gesetz über den Austritt anS Hex^israel.. Gemeinde. - Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Colmar. — Oestcrr. - Ungar. Monarchie : Wien. Wien. Pesth. — England: London. -^ Rußland: Petersburg. — Feuilleton: Esther Chiera. Inhatt der erste« Freitage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Main;. Mainz. Mergentheim Frankfurt a. M. Aachen. Hamburg. — Serbien: Belgrad. —Türkei: Constantinopel. — Feuilleton: Licht und Schatten. Anhakl der zweitrn Freitage: Leitender Artikel: Offenes Schreiben an die Ltakus-guo-Gemeinden in Ungarn und Siebenbürgen. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen : Deutschland: Osthosen. Bamberg. Rödelheim. — Oest.-Ung. Monarchie: Preßburg. — Frankreich: Parts. — Iuhatt der drillen Aeitage. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Karlsruhe. Dresden. Tyrnau. — Frankreich: Paris. — Leitende Artikel. Wulgarien- M?a i n z. 9. Februar. Von dem entsetzlichen Leiden unserer unglücklichen Glaubensgenossen in Bulgarien Zfibt der Bericht der „Aliane Jsr. Univ.", von dtm unsere heutige Nummer einen Auszug bringt,lein herz» erschütterndes Bild. Wem blutet nicht dus Herz, wenn er liest, wie unschuldige, friedliche Menschen beraubt, mißhandelt, getödtet, wie wehrlose Frauen! und Mädchen geschändet und gemordet worden j sind! Und wer hat diese grauenhaften, kannibalischen, viehischen Schandihaten verübt? Es sind die Bulgaren, denen nunmehr nach beendetem Kriege, eine gewisse Selstftändigkeit gegeben! werden soll! Welches wird in einem solchen j Staate das Loos unsrer Brüder und Schwestern! sein? Dieses unter göWiHem Beistände zu schützen,! künftigen Niedermetzeutngen, Mißhandlungen, Be- 'raubungen vorzubeugen — daraus muß jeder Jude,! der ein Herz hat für seine Glaubensgenossen,! schon jetzt bedacht sein. I Es ist wahr, es ist der Krieg, der die Leidenschaften der Menschen entfesselt — allein die gej schilderten Ereignisse zeigen uns, welcher entsetz- I liche Grad von Rohheit, Sittenlosigkeit und! Barbarei in Bulgarien unter der dortigen christ»! lichen Bevölkerung herrscht.! Es ergeht daher unsere Bitte an alle unsere j geehrten Leser, die zu wirken im Stande sind,! sich zu bemühen, daß bei der Neugestaltung der! Dinge in Bulgarien das Eigenthum, das Leben; und die Freiheit unserer Glaubensgenossen ge-! schützt werde. ' I Zunächst liegt unseren einstußreichen Glaubensj genossen in Rußland die Pflicht ob, bei der hohen! kaiserlichen Regierung sich dahin zu verwenden, daß strenge Bestimmungen zum Schutze der bulgarischen Juden getroffen werden. Aber auch die Vertreter I Deutschlands, Oesterreichs, Englands, Frank- > reichs und Italiens, die demnächst zu einer

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