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Der Israelit · 1878-01-16 · Heft 3 (16.1.1878) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 3 (16.1.1878)
Date
1878-01-16
Page
– (sequence 13)
Language
German
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59 Sie war erregt und ohne daß sie es wußte, füllten Thränen ihre Augen. Die Schwester lächelte. Warum lächelst Du? ' fuhr Emma heftig fort, „was berechtigt Dich, an Carls Liebe zu mir zu zweifeln?" * „Kind, Kind, wer wird denn gleich so außer sich gerathen! Dieser Uebereifer läßt mich fast vermuthe», daß ich den Nagel auf den Kopf getroffen , daß Du selbst ein wenig an der Liebe Deines Gatten zweifelst." „Caroline!" „Emma, sei nicht kindisch und vor Allem verkenne meine Schwesterliebe nicht. Sieh, es kommt mir ja gar nicht in den Sinn, im Ernst die Neigung Deines Gatten zu Dir in Frage stellen zu wollen. Aber ich behaupte nur, er könnte Dir das Leben etwas angenehmer machen." „Das ist wahr," gab Emma mit gepreßter Stimme zu, „unser Leben ist recht einförmig, wenn ich dagegen sehe, wie Du lebst." „Nein, mit mir mußt Du Dich nicht vergleichen, Du weißt doch, Friedrich liebt mich nicht nur, er betet mich geradezu an und muß ich mich förmlich in Acht nehmen, keine thörichte« Wunsche zu äußern; kaum daß ich sie ausgesprochen, sind sie schon erfüllt." Emma unterdrückte einen Seufzer, unwillkürlich mußte sie daran denken, wie sehnlichst sie erst vor Kurzem gewünscht hatte, an einer Vergnügungs- Tour nach Constantinopel, die eine größere Gesellschaft unternommen, sich zu betheiligen. Carl hatte erklärt, um der Beköstigung willen, könnten sie nicht daran denken. „Carl muß zur Einsicht kommen," fuhr Caroline eifrig fort, „und nach alle den Opfern, die Du ihm gebracht." „Ach, davon hat er ja keine Ahnung," flüsterte Kmma, den Blick zu Boden senkend. „Was?" rief Caroline staunend, „er hat keine Ahnung davon?" „Freilich nicht," bestätigte Emma erröthend, „er wähnt ja, daß ich Alles, was ich thue, so wie er, aus reiner Ueberzeugung thue." (Fortsetzung folgt.) A N Z JJLG E N. Für den folgenden Theil ist die Reduction nicht verantwortlich Die zum 1. Januar neueingetretenen Abonnenten erhalten die Anfänge der Erzählung „Licht und Schatten16 Nummern, gegen Einsendung von 1 Mark oder 60 kr. ö. W. (Posteinzahlung oder in Briefmarken) franco zugeschickt. Die Mxpebitton des „Israelit." <7^ür die Spezial-Äynagogen-Gemeinde Münster- O eifel wird cm Religionslehrer und Cantor gesucht. Gehalt bei freier Wohnung Mk. 900. Bewerber wollen sich an Unterzeichneten wenden und Zeugnisse einsenden. Rheinbach, 6. Januar 1878. A. Weinberg, Vorsitzender der Synagogen-Gemeinde 118) des Kreises Rheinbach. C£üt unsere Manufaktur- und Modewaarenhand- O lung suchen Pc. 1. Februar c. cm Lehrmädchen von ordentlicher Familie. Samstags und Feiertage streng geschlossen. Rheinbach, 6. Januar 1878. 120) Weinberg & Siman. ie hiesige Cantor-, Schächter- und Religionslehrerstelle, verbunden mit einem Fixum bis 450 Mark und circa 450 Mark Nebeneinkommen, ist sofort oder spätestens zum 1. April 1878 zu besetzen. Reisekosten werden nicht vergütet. Reflectanten wollen bei Unterzeichneten sich melden. Zippnow, im December 1877. M. Mislowitzer- 3220) S. Damrow. in geprüfter israel. Lehrer, Chasan und Schochet, sucht, um sich zu verbessern, baldigst angenehme Stellung in einer größeren Gemeinde. Offerten an die Exped. d. Bl. unter Nr. 35. Das Dekicateffen-Gefebäft von M. E Bloch Rflgr, Hamburg, empfiehlt -itsn Holl., Schw., Limb. Käse und alle Sorten Rauch*, Pöckelfieisch und Wurst. 128) Ln §ro8 & en detail

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