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Der Israelit · 1878-01-09 · Heft 2 (9.1.1878) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 2 (9.1.1878)
Date
1878-01-09
Page
– (sequence 13)
Language
German
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33 Grunde sie keine Milch getrunken. Wer weiß, vielleicht trinkt sie überhaupt nicht gerne. „Das weiß ich nicht," erwiederte Carl leicht erröthend, „aber — Stern hat mich noch darauf aufmerksam gemacht — sie schien selbst den Schein meiden zu wollen, als würde sie dort Milch trinken. Eine von ihrer Gesellschaft hatte nämlich ein Glas Milch vor sie gestellt, da schob sie hastig ihren Sessel zurück und saß nun seitwärts, ihr Glas in der Hand mit allem Anscheine nach vor Unwillen glühenden Wangen." „Allem Anscheine nach," wiederholte der Vater, indem er auf den Tisch trommelte und die Stirn in Fallen zog. „Aber lieber Vater, wenn Du mir nur sagen wolltest. —" „Sage mir doch Carl, seit wann kennst Du Fräulein Weigert? „Seit einigen Monaten, ich traf in einer Gesellschaft mit ihr zusammen" „Und hast Du nicht gehört, seit wann sie sich so sehr bestrebt, religiös zu leben?" „Mein Gott, Vater! was vermuthest Du?" „Gar nichts, mein Kind. Ich kann ja keine Vermuthung haben, da ich die junge Dame nichf einmal kenne. Wenn ich aber von einem jungen Mädchen, das nicht religiös erzogen ist, höre, daß sie religiös lebt, und zwar wie es scheint, mit Ostentation religiöse Vorschriften beobachtet, so interessirt es mich sehr zu wissen, seit wann sie dieses Bestreben zeigt." „Ich dächte, es könnte mir genügen, daß sie, trotz so mancher hindernder Umstände religiös lebt; seit wann sie es thut, das kümmert mich nicht." Der alte Grün zuckte die Achseln. „Der Ansicht bin ich nicht." „Aber ich weiß doch nicht einmal, seit wann sie unsere Gebote kennt." „Freilich nicht." „Lieber guter Vater, wenn Du sie nur kennen würdest, ich bin überzeugt, alle Deine Zweifel würden schwinden." „Da Du es so innig wünschest, will ich es hoffen. Doch nun komm, mein Sohn, Rosa hat schon dreimal hereingesehen, wir wollen sie nicht länger warten lassen." (Fortsetzung folgt.) A N ZJU GEN. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich.' Französisch - englisch - deutsches Töchterpensionat und Schule I. Ranges in Brussel, 104, Avenue du Midi, geleitet von Herrn nnd Frau Wulff - Godcliaux. Gediegene, wissenschaftliche und Umgangsbildung. Pensionspr. mäßig. Prosp. auf Wunsch. Res. Herr Großradb. von Belgien, vr. Astruc, Brüssel. Herr Landrabb. vr. Meier, Hannover. Frau Rabb. vr. Schwarz, Cöln. Herr Heinemann, Neuenburgerstr. 14. Berlin. [60 Die zum 1. Januar neueingetretenen Abonnenten erhalten die Anfänge der Erzählung „Licht und Schatten," 16 Nummern, gegen Einsendung von 1 Mark oder 60 kr. ö. W. (Posteinzahlung oder in Briefmarken) franco zugeschickt. * Die Expedition des „Israelit." ine Dame sucht Stelle als Bonne und zur Stütze der Hausfrau. Gute Referenzen können nachgewiesen werden. Offerten sub Nr. 83 besorgt die Exped. d. Bl. Als Wartefran empfiehlt sich Jeanette Ster« Wittwe, 75]_Dieburg._ ür mein Bank - und Wechselgeschäft, welches an allen Israel. Feiertagen geschlossen, suche Pr. Februar 1878 einen Lehrling mit den nöthigen Vorkenntnissen. Kost und Wohnung im Hause. Kitzingen, im December 1877. 12]_Bernhard Scheidt. CVn ein Ledergeschäft einer Kreisstadt wird ein kräftiger, junger Mann mit guten Schulkenntnissen als Lehrling oder Volontair bei freier Station gesucht. Samstags und isr. Feiertage geschloffen. Franco - Offerten an die Exped. d. Bl. sub Nr. 47.

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