Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 18 (1877)
- Issue
- Heft 50 (12.12.1877)
- Date
- 1877-12-12
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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1198 Datum erboten sich die christlichen Kameraden des jüdischen Studenten HW. Harris, feine laut gesprochenen Antworten niederzuschreiben. Dank dieses guten Einfalls konnte Herr Harris seine Prüfung machen, und erhielt er den zweiten Platz mit den damit verbundenen Vortheilen. (Jew- Chr.) P a l ä ft i n a. AuS Jerusalem erhallen wir daS nachstehende Telegramm: „Jerusalem, 4. December. Rabbiner vr. Lehmann, Mainz. Die HungerSnoth nimmt erschreckliche Dimensionen an; Vertheilung von Mehl dringend nothwendig. Wir bitten inständigst um schleunige Unterstützung der Nothleidenden. Die Rabbiner der Aschkenasim: Auerbach, Galant/ DaS Telegramm kam uns in französischer Sprache zu; es war Dienstag, 4. Dec. 2 Uhr 25 Min. aufgegeben und traf bei uns erst Mittwoch, 5. Dec., 1 Uhr 40 Min. ein; es scheint, daß die große Verzögerung eine Folge der Kriegszustände ist. — Unterdeß haben wir vom Central - Comitd zu Amsterdam die Abschrift eines ganz gleichlautenden Telegramms erhalten. DaS Comitö hat sofort telegraphisch 1000 FrS. zur Vertheilung von Mehl angewiesen — Alles, worüber daS Comite im Augenblicke disponiren konnte. Wir brauchen wohl nicht hervorzuheben, wie verschwindend klein diese Summe im Verhältniß zur großen Menge der Nothleidenden ist. Wir sehen uns daher genöthigt, wieder und wieder an das Mitleid, an das Erbarmen, an die Wohlthätigkeit unsrer edlen Glaubensgenossen zu appelliren — mit schwerem Herzen, allein n« «ac -iare* njna tpjoi ^2 « ro2'#e ’rv-pio p3M3 \-P6ni ^21« H33W '2P. Wir müssen mit jener edlen, frommen, aufopferungsfähigen Königin ausrufen: „Wie vermöchte ich anzusehen das Unglück meines Volkes und wie vermöchte ich anzusehen, wie mein Geschlecht zu Grunde ginge!" Deßhalb, theure Brüder und Schwestern, erbarmt Euch, spendet, sammelt, rettet vom schrecklichen Hungertode die im Lande unsrer Väter davon Bedrohte«! Und der allgütige Gott wird Euch segnen und Euch Gelingen geben in allen Euren Unternehmungen. ANZEIGEN. Für den folgenden Theil ist die Rednctton nicht verantwortlich. in junger, militärfreier Mann sucht, gestützt auf gute Zeugnisse, feinen bisher innegehabten Stellungen angemessene Beschäftigung. Derselbe war 3 Jahre als Lehrling in einem Ledergeschäfte en detail, sndann 4 7» Jahre als Magazinier in Einem der ersten Dn §ro8-Handlungshäuser Deutschlands und seit 1 Jahre in einer Fabrik als Commis und Reisender. ES wird weniger auf hohes Salair gesehen als wie auf eine dauernde Stellung. da betreffender Mann Waise ist und keine Heimath besitzt. Offerten wolle man gef. richten unter^ 9. 100 postlag Cannstatt a. N._[3236 in junger Mann, welcher längere Zeit im Bankfache und Warengeschäfte als Buchhalter, Correspondent und Cassirer thätig war, Kenntnisse der französischen und englischen Correspondenz besitzt, sucht Engagement, wo Samstag geschlossen. Offerten unter Nr. 3104 an die Expedition d. Bl. in gebildetes Frauenzimmer gesetzten Alters, von angenehmem Aeußern, tüchtige Repräsentantin des Haushaltes, aus respektabler Familie, wünscht sich zu verheirathen. Da dieselbe große Liebe zu Kindern hat, so wäre ein braver Wittwer sehr erwünscht. Nur Ehrenmänner wollem unter Zusicherung strengster Discrction vertrauensvoll ihre Adresse unter Chiffre A. 3105 an die Exped. d. Bl. einsenden. Annonce. Ein junger Mann, der 37- Jahre in einem Manufacturwaaren -, CoufectonS - und Grünkern- Geschafte thätig ist und auch schon längere Zeit kleinere Reisen macht, sucht wieder ein derartiges Placement. Offerten beliebe man unter Chiffre R. pofllag. Rosenberg (Baden) zu senden. [3234