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Der Israelit · 1877-12-12 · Heft 50 (12.12.1877) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
18 (1877)
Issue
Heft 50 (12.12.1877)
Date
1877-12-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XYIII. Jahrgang. M »« Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Jndenthum. Herausgegeben von vr Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 12. Deeember 5638 (1877). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs - Mark. Man abvnnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 125^HZfennige die Petitzeile ober deren Raum.— Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Franeozusendung unter Streisbaud . ' oro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. cm die Expedition franco einzusenden. WW^ Pa mit dem 1. Januar 1878 eia neues Hnartak veginnt, so erlaube« wir mrs, die geehrte» Abonnenten daranf anfmerkfam zu mache», daß »amentlich Sei der H»ost das Aßspnement frühzeitig erneuert werde« muß, damit die Wersendung keine Htnterörechnng erleide. I « h » I U Leitende Artikel: Zum 19. Jahrgänge. — Rabbi Samuel Bondi »*>. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: ' Deutschland: Mainz. Frankfurt a. M. Cassel. Hürden. — Schweiz: St. Gallen. — England: London. —- Feuilleton: Licht und Schatten. Anyatt der erste« Zreikage: Leitender Artikel: Die Ursachen der Lebensunsähigkeit des deutschiSrael. Gemeindebundes. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Oest.-Ung. Monarchie: Preßburg. —Rumänien: Aus Bukarest. — Frankreich: Paris. — Belgien: Brüssel. — Feuilleton: AuS dem Leben Friedrichs des Großen. Zrrtzatt der zweite» ZSeikage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. — Schweiz: Basel. — Oest. - Ungar. Monarchie: Teplitz. — Italien: Turin. — Frankreich: Paris. — Palästina: Aus Jerusalem. — 8eiteufie nrtitel. Zum 19. Jahrgänge. Mainz, 6. December. Zum neunzehnten Jahrgange! Bald werden achtzehn Jahre verflossen sein, seitdem diese Zeitschrift iu'L Leben gerufen wurde, bald werden wir unter göttlichem Beistände den neunzehnten Jahrgang beginnen. Eine solche Reihe von Jahren erscheint sehr lang, wenn sie vor uns liegt, und kurz nur, wenn wir auf den verflossenen Zeitraum zurückblicken. Als vor nunmehr bald achtzehn Jahren diese Zeitschrift in*S Leben trat, da 'schien die Zukunfi derselben eine nicht sehr gesicherte. I» neologen Kreisen verhöhnte man uns und unter Unternehmen, und a»ch so Mancher unter de» Gesinnungsgenossen wagte nicht, einen guten Erfolg zu erhoffen. Das orthodoxe Judenthum schien in vollster Auflösung begriffen und die Sache, die wir vertreten wollten, schien eine verlorene zu sein. Wir aber vertrauten auf Gott und Seine heiligen Verheißungen und auf de» gesunden Kern in un* serm Volte. Als Joseph sich seinen Brüdern zu erkennen gab, da sprach er zum Beweise, daß er Joseph sei, die Worte: CO''?*« -0127! 'S ’S pv'lS TJN ’J'JT. CliO DS’l’JJ .Uilt „Und stehe, eure Augen sehen es und die Augen meines Bruders Binjamin, daß mein Mund es ist, der zu euch redet.- Raschi bemerkt dazu: tenpn inato, „in der heiligen Sprache". Da Joseph sich vordem mit seinen Brüdern durch einen Dolmetscher verständigte, so sollte das unmittelbare Reden zu ihnen in der eigene« Sprache als Beweis dienen, daß er Joseph sei. Dieser Beweis erscheint aber dem oberflächlichen Blicke sehr unvollkommen. Gab es denn damals nicht mehr Leute, die der hebräischen Sprache mächtig waren - Hatte doch eben der Dolmetscher zu den Brüdern hebräisch gesprochen, ohne daß er, der Dolmetscher, Joseph war.' Ein näheres Eingehen wird uns jedoch belehren, daß der Beweis ein vollwichtiger war. ES

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