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Der Israelit · 1877-12-05 · Heft 49 (5.12.1877) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
18 (1877)
Issue
Heft 49 (5.12.1877)
Date
1877-12-05
Page
– (sequence 13)
Language
German
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1171 den Advokaten ausgezahlt; eine andere Summe von 4000 Fr., die der Präsident der Wiener Alliance, H. Ritter Jos. v. Wertheimer, gesandt hat, wurde unter die Bedürftigsten zu Existenzmitteln vertheilt. — Das C.-Comitö votirte für die Proceßkosten von Darabany eine Subvention von 1000 Fr. (Die Israeliten von Serbien.) Nachdem ein H. Sandwith im Monat Januar c. eine in der Times veröffentlichte Rede gegen die Israeliten von Serbien gehalten hatte, nahm das officielle Journal der serbischen Regierung keinen Ausland» dieses Elaborat der Intoleranz und des VorurtheilS in 6xton80 wiederzugeben: H. Sandwith bemüht sich, die gegen die serbischen Israeliten gerichteten Ausnahmegesetze zu rechtfertigen, wahrend er anfangs behauptet, daß die Israeliten die vollkommenste Religionsfreiheit besitzen. „Es gibt deren viele in Belgrad und einigen anderen Städten, aber es ist ihnen verboten, im Innern des Landes Handel zu treiben, da man aus der Erfahrung, die man in den anderen Ländern des Orients, wie in Ungarn, Transsylvanien*), Polen rc. gemacht hat, weiß, daß die Juden überall, wo sie sich festgesetzt haben, durch Verkauf von Spirituosen und durch Wucher ein *) Siebenbürgen. Centrum der Demoralisation und eine Ursache des Ruins für die Bevölkerungen geworden sind. So haben sie Unruhen hervorgerufen, welche selbst wieder die Verfolgung zur Folge gehabt haben; aber die Ursachen dieser Verfolgung haben nichts mit der Religionsfrage gemein." Es ist interessant, diesen Zeilen das Urtheil entgegenzustellen, welches H. Ristitsch selbst von der Tribüne herab in der Sitzung der letzten Großen Skupschtina über die Israeliten ausgesprochen hat; dieser Minister sprach fast wörtlich: Ich erkenne im Princip die Legitimität der Forderungen der Hohen Pforte im Betreff der Juden an; das Verhalten der Juden ist stets vorwurfsfrei gewesen; sie sind gute Patrioten, gute Bürger und haben im letzten Kriege an unseren guten wie schlimmen Geschicken Antheil genommen. Die Serben haben im Allgemeinen, wie dies schon oft gesagt worden. keine Beschwerden gegen die Juden; wenn sie trotzdem Ausnahmegesetze gegen sie verlangen, so geschieht es vor Allem aus geschäftlichen Concurrenzgründen und sodann aus einem gewissen allgemeinen Neid, den sie übrigens zu verbergen suchen; sie fürchten dieselben nicht nur im Handel, sondern auch in allen freien Carriören, deren Zugang sie ihnen sorgfältig verschließen. ANZEIGEN. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Offene Cantorstelle. Die in unserer Gemeinde erledigte Stelle eines ersten Cantors und Schächters, mit einem Fixum von jährl. 1800 Mk. und den üblichen Neben» Accidentien, soll wieder besetzt werden. Befähigte, zeitgemäß ausgebildete Cantoren, die auch zugleich tüchtige Schächter sind, wollen ihre Bewerbungen und. Zeugnisse an den Unterzeichneten Vorstand baldigst einsenden, um die Einladung zu einem Probevortrage zu gewärtigen, für welchen auch eine angemessene Vergütung in Aussicht gestellt wird. Jnowrazlaw, ^0. Nov. 1877. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde zu Jnowrazlaw: 3174) H. Senator. 12D J” Empfehle in vorzüglichen Qualitäten. von Flaschenreife abgelagerte Weist- und Roth- Weine, besten Ritzling, Ausbruche, so auch eigene Ban-Weine und alten Sliwowitz nos bei reellster Bedienung zu billigsten Preisen, mit -»Eon des hiesigen ehrwürdigen Rabbinats. Um gefällige Aufträge ersucht I. Spitzer, 585) Weinhandlung in Preß bürg. in junges Mädchen, mos. Glaubens, sucht auf gleich Stellung in einem Putzaeschäft. Offer--! ten sub H. 0. 1799 a. befördern H aasenstein &! Bögler in Hannover. s3i80

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