Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 18 (1877)
- Issue
- Heft 49 (5.12.1877)
- Date
- 1877-12-05
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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XVIII. Jahrgang. M Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthnm. HerapSgegebe» von Vln. LehtUNNN in Mainz. Mittwoch, den 5. December 56^8 (1877). _ Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal,Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis deS Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteMhrig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 8b Pfennige die Petitzeile oder deren Raum.— Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Direkte Francozusendung unter Streifband vro Jahrgang 12 ReichS-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitende Artikel: Rabbi Samuel Bondi 21 "2. — Der wahrhafte Fortschritt. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Dresden. —Oest.-Ung. Monarchie: TemeSvar. — Rumänien: Bukarest.— Frankreich: Paris. — England: London. London. — Spanien: Madrid. — Amerika: Washington. — Feuilleton: Licht und Schatten. Auhakt der ersten Beilage: Leitender Artikel: Die Ursachen der Lebensunfähigkeit des deutsch - iSrael. Gemeindebundes. Zitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Frankfurt a. M. Mühlhausen. — Oest. - Ungar. Monarchie: Preßburg. — Frankreich: Paris. — Anhalt der zweite« Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Oest.-Ungar. Monarchie: Wien — Rumänien: Bukarest. — Frankreich: Paris. Leitende Artikel. WabSi Samuel Wonöi Mainz, 27. November. Der große und bedeutende Manu, den unsre Ueberschrift nennt, wurde am Purimfeste des Jahres 5554 v geboren. Sein Vater, Rabbi Jonah Bondi, war aus Dresden, wohin Vesten Vater, Rabbi Wolf Bondi, von Prag gezogen war. Rabbi Jonah war ein geborner Prager, ein hervorragender Schüler des berühmten Rabbi JecheSkel Lanvau; noch ist in unserem Besitze der erste Theit deS I Noda Bijehuda, den der Verfasser seinem LieblingSschüler verehrt und mit einer eigenhändigen Widmung versehen hat. Rabbi Jonah war nicht nur ein großer Lamdan, sondern, im wcLLyafteüea Sinne des Wortes, ein »npzu fernen Lhnen zählte er die hervorragendsten Männer unserer Nation : den Verfasser des .um jnp’p, den b"BnriD (Rabbi Schelomo Lurja), Raschi (NabbiSchelomo. Jizchaki), und eine Familientradition führt den Stammbaum der Familie auf König David zurück. Die Mutter des theuren Dahingeschiedenen. Bella, war eine Tochter des weltberühmten Mainzer Oberrabbinen Rabbi Herz Scheuer, dessen Vater, Rabbi Tewele Scheuer, ebenfalls das. Oberrabdiner gewesen. Rabbi Tewele war ein geborner Frankfurter, einer der bedeutendsten Schüler des -,"'"->".-,*2; er wurde spater, als der große Verfasser des ymi' ’JS Frankfurter Rabbiner war, Dajon in seiner Vaterstadt und ward dann zum Nachfolger seines Schwiegervaters, Rabbi Nathan Utitz. als Rabbiner nach Bamberg berufen. Von Rabbi Nathan Utitz möge hier ein Charakterzug erzählt werden. Derselbe hatte außer seiner, später mit Rabbi Tewele vermählten Tochter, einen einzigen Sohn, einen hoffnungsvollen Knaben von acht Jahren. Als dieser einst mit seinem Lehrer spazieren ging, begegnete ihm ein Priester, welcher die Embleme der katholischen Religion trug. Die den Priester begleitende Menge wollte die beiden Inden zwingen, uiederzuknien. Der Lehrer gehorchte; der Knabe erlitt lieber den Tod. Als man die