Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1877-10-31 · Heft 44 (31.10.1877) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
18 (1877)
Issue
Heft 44 (31.10.1877)
Date
1877-10-31
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2446951-2447695-2447738--14250-2470151
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

XVIII. Jahrgang. M M. Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. HerauSgegebrn von Vr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 31. Oktober 5638 (1877). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis deS Jahrgangs 1V Reichs - Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband vro Jahrgang 12 ReichS-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitender Artikel: Zu Paraschath Chajö Sarah. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Ulm. Frankfurt a. M. Güarow. — Oesterr.-Ung. Monarchie: Wien. Wien. Wien. — P^mstina: Jerusalem. — Feuilleton: Licht und Schatten. Inhatt der ersten Neikager Leitender Artikel: Noch ein Reform - Rabbiner als Talmud-Vertheidiger. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland : Cöln. — Orst.-Ung. Monarchie: — Steinamanger. —- Feuilleton: David Leb Magdeburger. Inhatt der zweite« Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Frankfurt ■ a. M. Mühlhausen (Elsaß). — Rußland: Warschau. — Inhalt der tzrtra-Stellage. Spenden-Verzeichnisse. ütittnit StxttttU Z« Paraschath Chajtz Sarah. Mainz, 24. Oktober. Eine Eheschließung ist's, welcher die heilige Schrift den größten Theil des kommenden Wochenabfchnittes widmet. Abraham, inmitten einer götzendienerischen Welt lebend, will seinem Sohne Jizchak eine Gattin wählen. Dem vertrauten Knecht Elieser, dem Verwalter des Hauses, wird dieser wichtige Auftrag auf das Feierlichste ertheilt; er muß schwören bei dem einzigen Gettesgebote, das der Familie Abrahams zur Auszeichnung, als Zeichen des besonder« Bundes, gegeben ist worden, daß er nur eine solche Frau wähle, wie sie würdig sei pns’P des Abrahams - Erben, des frommen, edlen Jizchak. Und Elieser trauet nicht dem eignen, prüfenden Blicke; er bittet Gott um ein Zeichen, um einen direkten Hinweis; und Gottes Für sorge leitet ihn, daß er die Rechte;)ähle, dir Riwkah, die dereinstige Mutter Israel»; und da Jizchak erfährt, wie das Alles so gekommen, da führt er die Erwählte als Gattin heim und liebt sie und findet in ihrem Besitze Trost ob des Verlustes der geliebten Mutter. Die Ausführlichkeit, mit welcher die heilige Schrift über die Eheschließung berichtet, läßt «ns die Wichtigkeit derselben erkennen. Die Ehe ist das heiligste und engste Bündniß, welches Menschen mit Menschen schließen können; aber in ihr liegt auch die edelste Versüßung des Lebens. In ihr bewirken Liebe und gegenseitige Zuneigung das innigste Vertrauen, die bleibendste Anhänglichkeit. Leicht sind andere Bündnisse gebrochen, selbst die zärtlichsten der Freundschaft, wenn Freunde durch Zeit und Raum, oder durch Ungleichheit des Standes und Vermögens, oder durch bloße Verschiedenheit der Meinungen getrennt werden. Aber die Ehe ist ein gewaltiges Band, durch die Natur, durch die gemeinsamen Kinder, durch die göttlichen und die bürgerlichen Gesetze gestärkt. Sie ist der Anfang und der Gipfel aller Cultur; sie macht den Rohen mild, und der Gebildetste

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.