Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 18 (1877)
- Issue
- Heft 37 (12.9.1877)
- Date
- 1877-09-12
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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899 zu helfen; endlich haben sie sich gar keinen Rath mehr mit ihm gewußt, und er hat Urlaub genommen — er ist Lieutenant bei den Savoyen-Dragonern — und ist nach Venedig gereist. Aber da sind sie erst aus dem Regen unter die Traufe gekommen; dort ist er in schlechte Gesellschaft gerathen; die hat das Wenige, was noch an ihm zu verderben war, auch gründlichst verdorben. Jetzt sitzt der junge Mensch im Schuldthurm in Venedig und schreibt feiner Schwester die rührendsten Briefe. Er will sich ersäufen, erschießen, den Kopf an die Mauer einstoßen und derartiges mehr. Die Schulden scheinen auch nicht ganz gewöhnlicher Art zu sein, vielleicht Ehrenschulden, die er um jeden Preis tilgen muß; — kurz die Oberstburggräfin ist ihrem Gemahl so lange in den Ohren gelegen, bis sich dieser entschloß; freilich, wie er meint, diesmal das allerletzte Mal, seinen Schwager. Grafen Julius, aus seiner schlimmen Lage zu befreien. Aber dazu braucht er vor Allem fünftausend Dukaten, wozu ihm in dem Momente zweitausend fehlen; dann will er das Geld weder an seinen Schwager, dem leichtsinnigen Windbeutel, noch an feine Gläubiger schicken, da er — wohl mit Recht — hofft, daß ein Theil der Forderungen unberechtigt ist, und diese vorerst geprüft werden sollen. Da ich Geschäftsfreunde in Venedig habe, kann ich seinem Wunsche, in bester bequemster und billigster Weise entsprechen. Ich werde auch sofort an Z. Pareute schreiben. Der Oberstburggraf hat mir noch herzlichst gedankt, und mir jeden möglichen Gegendienst zugesagt. So habe ich, fügte Frankl lachend hinzu, seinen Oberjuristen mit einem Dragonerlieutenant siegreich aus dem Feld geschlagen. (Fortsetzung folgt.) A N ZJEJ_G E N. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich A. Kuh, Kunststickerei in Gold, Silber & Seide, Prag, Graben Nr. 35, ausgezeichnet mit der groß gold. Medaille Sr. Majestät des Kaisers Franz Josef I. Stickereien jeder Art, ats: Porsches rCHs) Thoraurüntel, Altardeiken nüDftß Polster, Trauhimmel nöFl* Gebetbücher re., owie alle in das Fach einschlagenden O rnamenten-Stickereien werden nach jedem Muster, sowohl im alten wie auch im neuen Style in kürzester Zeit ausgeführt und billigst berechnet. Für Echtheit des Goldes und Silbers wird garantirt. Stets ein wohlassortirtes Lager in echtem Goldu. Silbergespinnst, Bouillon, Flittern, Perlen, Tallesim, Borten, Fransen, Quasten, Schnüre rc. 2360] ay Gegründet 178«. in Mädchen, für Küche und Hausarbeit gegen guten Lohn gesucht bei 2354] Zon. Hirsch in Neuß. en Freunden hebräischer Literatur empfehle ich meine periodische Schrift „nirbDi deren Inhalt: Mannigfache Dichtungen, lehrreiche Midraschsagen in poetischer Form gegeben . Sinngedichte für Humor und Witz u. a. m. Das erste Heft dieser Schrift ist erschienen, Preis 35 kr. ö. W. — 70 Pfg. d. W., ist zu haben bei Jos. Schlessinger, Wien, Jos. Rosenbaum, Budapest, M. Monasch, Breslau, Louis Gerschel, Berlin, undßZ. Kaufmann, Frankfurt a. M. Jos. Pick, 2307]_ emeritirter Rabbiner. Langwierige Magen- und Darmkrankheiten (Magenkatarrhe, Erbrechen, Mazenschmerzen, Magenkrampf. Magenu. Darmblutungen, Diarrhoeea, Darmentzündungen, Magengeschwür, Magenerweiterung rc.) heile ich auch brieflich durch ein neues, sicher Hilfe bringendes Heilverfahren. Ebenso beseitige ich jeden Bandwurm, Epilepsie, (Fallsucht), Krämpfe, Lähmungen, Rheumatismus, Gicht, Hüftweh, Rückennnd Gliederschmerz. Briefe mit ge» nauer Schilderung deS Leidens zu richten an irr. Ruinier, 2376] Dresden, Bachstraße. i