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Der Israelit · 1877-08-27 · Heft 35 (27.8.1877) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
18 (1877)
Issue
Heft 35 (27.8.1877)
Date
1877-08-27
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XVIII. Jahrgang. M 35. *) Der Israelit Ein / Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Herausgegeben von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 27. August 5637 (1877). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 ReichS-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile ober deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut CourS. — Direkte Francozusendung unter Streifband vro Jahrgang 12 ReichS-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Anhalt. Leitender Artikel: Elul. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Heilbronn. Frankfurt a. M. — England: London. — Feuilleton: Der Königliche Resident. Inhatt der erste« Mirage: Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Mannheim. Berlin. Frankfurt a. M. — Oesterr. - Ung. Monarchie: Preßburg. Preßburg. Abany-Szanto. — Frankreich: Paris. Nizza. — Feuilleton: David Leb Magdeburger. Anhalt der zweiten Aeikager Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Aus Mittelfranken. Aus Württemberg. Aurich. — England: London. — Airkei. — Anhalt der Grtra-HS eitage. Spenden-Verzeichnisse. Leitende Artikel. Elul. Die „furchtbaren Tage" nahen heran und bereits sind die ersten Vorboten eingekehrt, die Jahr für Jahr schon Wochen vorher die jüdischen Geister und Gemüther für den heiligen Ernst empfänglich machen, mit dem diese Zeiten jeden sich seiner Lebensaufgabe bewußten Juden erwarten. Und wie hat die sinnige jüdische Sitte es verstanden, diesen heiligen Herolden hilfreich an die Hand zu gehen! Kaum ist die Thräne getrocknet über Zions Fall und mit dem Sabbat der Trost wieder eingezogen *) Durch Versehen ist der Titelbogen d. 8 net, was hiermit berichtigt wird. in die trauernden Herzen, da wecken beim Empfang dieses Trostsabbats, wie der frühe Dämmerstrahl der herannahenden heiligen Zeit, gar traute, innige, seit fast Jahresfrist verklungene Weisen, Hoffnungen und Befürchtungen, bange Schauer und heitere Befeeliguug, kurz Gedanken und Empfindungen, die so ganz geeignet sind, die Brücke zu bilden zwischen dem in Schutt und Trümmer gesunkenen großen, nationalen Heiligthum und demjenigen, das Jeder mit der Kraft ewiger Verjüngung ausgestattet, still im eigenen Busen tragt. Dem Andenken an das eingebüßte nationale Heiligtum ist der 5. Monat gewidmet, der folgende Elulmonat gehört diesem vpv anpn der Erhaltung des individuellen HeiligthumS, dessen Hohepriester jeder Jude ist. Auch dieses verjüngte Heiligthum war einmal, kaum errungen, dem Untergange verfallen. Die göttlichen Worte des Bundes waren kaum verklungen, welche Israel zu einem großen Heiligthum und jeden Einzelnen zum Priester dieses Heiligthums beriefeu, als im Anblick des noch flammenden Sinai in bacchantischem Wahne das Volk seinen Gott, der sich ihm eben in Der ganzen Größe gezeigt, vor dem Bilde eines Gras fressenden Thieres verleugnete. Erst als Moscheh beim Anblicke dieses Bundesbruches auch das von Gott selbst niedergeschriebene Bundeswort zertrümmerte, kam das Volk wieder zur Besinnung und begriff den frevelhaften Leichtsinn, mit dem es die ihm eben erst eröffnete Zukunft verscherzt hatte. Mit banger Scheu sahen!. vom 22. August mit Nr. 35 statt Nr. 34 bezeich-

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