Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 18 (1877)
- Issue
- Heft 34 (22.8.1877)
- Date
- 1877-08-22
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XVIII. Jahrgang. Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Israelit Herausgegeben von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 22. August 5637 (1877). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 ReichS-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum.— Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. 3 n f> a l u Leitende Artikel: Trost. — Die Orden Mosenthal's. — Feuilleton: Der Königliche Resident. Kuhatt der ersten Beilage; Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Karlsruhe. — Oest. - Ung. Monarchie: Korneuburg. — Rumänien: Bukarest. — Feuilleton: David Leb Magdeburger. Inhalt der zweiten Beilage: Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Würzburg. Freudenthal. Iinyatt der dritten Beilage. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Mainz. Anhalt der Artra-Beilage. Spenden-Verzeichnisse. Leitende Artikel. Trost. vi. Mainz, 15. August. Von allen Kriterien der Erlösung, welche in unsrer Midrasch-Stelle angegeben werden, wird das letzte dem Verständnisse am schwersten zugänglich. nbfrtn anznn Pd iinüdi 'kw ppn’-pn’cn D’O'n. „Und in Folge des Endes, wie es heißt: Und es werden dich treffen alle diese Dinge am Ende der Tage." Nach dem einfachen Sinne der Worte würde das bedeuten, daß irgend ein festbestimmter Zeitpunkt existire, an welchem die Erlösung unter allen Umständen eintreten muß. daß also, wenn die Noth uns nicht zur Rückkehr bewegt und der verdienstvolle Wandel der Väter nicht wirksam genug ist, daß, wenn sogar Gottes Erbarmen ob der Größe und Menge unsrer Sünden nicht durchzugreifen vermag, trotz allem dein ein Zeitpunkt eintritt, der das Ende unsrer Leiden sein wird. Ein AehnlicheS ist auch in den Schlußworten derHaphtara des kommenden Sabbats (»an o) ausgesprochen. nnja 'n ’JN „Ich, der Ewige, zur Zeit werde ich es beschleunigen." Unsre Weisen machen auf den Widerspruch aufmerksam, der in den zwei Worten rmviK nnjo liegt. Wenn nnja der Zeitpunkt abgewartet werden soll, an welchem nach Gottes Vorausbestimmung die Erlösung unter allen Umständen eintreten muß, so kann doch von mttf'riK, von einer Beschleunigung nicht mehr die Rede sein. Sie lösen diesen Widerspruch, indem sie sagen: P»nB”cto msn O'LOv nnm Dipo Pw »ist nwy nwm Dipa bv. „Wenn Israel nicht Gottes Vorschriften gemäß lebt, dann muß jener ferne Zeitpunkt abgewartet werden, wenn aber unser Volk Gottes Gnade verdient, dann wird der Allbarmherzige die Erlösung beschleunigen." Auf den eisten Blick scheint diese Lösung keine dem Wortlaute des Prophetenwortes entsprechende zu sein; denn demnach sollte es heißen in nnja ix