Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 18 (1877)
- Issue
- Heft 33 (15.8.1877)
- Date
- 1877-08-15
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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794 als mit dem Wunsche, daß es dem Allmächtigen gefallen möge, den hochverehrten Mann noch lange seine segen-reiche, fruchtbringende Thätigkeit fortsetzen zu lassen |ön 'ntn*o 'njra»« d'ö’ "pw! 8. Frankreich. Pavls. Es dürfte vielen Ihrer Leser bekannt sein, daß schon vor längerer Zeit Graf von Montyon sein ganzes Vermögen der französischen Akademie mit der Bestimmung Hinerlassen hat, daß die Zinsen desselben jährlich zur Belohnung der tugendhaftesten Personen des Landes verwendet werden. Von den diesjährigen dreizehn Montyon-Medaillen, mit denen ein Preis von je 500 Fr. verbunden ist, erhielt auch eine jüdische Frau eine. Es ist dies eine Frau Judith-Maintasie Lopes, verheiratete Levy in Saint-Esprit-lez-Bayonne. Sie war die jüngste von vierzehn Kindern eines Colporteurs; die Armuth der Familie war so groß, daß man sie keine Schule besuchen lassen konnte. Mit elf Jahren arbeitete sie, um ihrem Vater, ihren Brüdern und Schwestern, von denen einige im frühen Alter verstorben sind, zu Hilfe zu kommen. Die Mutter war todt, der Vater wurde arbeitsunfähig, und da war Judith Lopes im neunzehnten Jahre gezwungen, ihren Vater, drei Schwestern, zwei Brüder und eine alte Großmutter, welche sie so gut pflegte, daß sie 103 Jahre alt wurde, zu ernähren So wurde sie dreißig Jahre alt. Da sie nicht mehr so jung war, um eine Heirath in gewöhnlichen Verhältnissen einzugehen, verheiratete sie sich mit einem Schuhmacher, welcher Wittwer mit vier Töchtern und schon in vorgerücktem Alter war. Sie selbst hat fünf Kinder. Sie verheirathete drei Töchter ihres Mannes, aber die jüngste stirbt und hinterläßt der Judith drei Enkel; die zweite Tochter folgt kurze Zeit darauf der jüngsten Schwester und hinterläßt auch ein Kind. Die dritte Tochter wird Wittwe mit einem Kinde und kann sich nicht allein ernähren, und Judith kommt ihr stets zu Hilfe. Sie hat jetzt zu unterstützen und unterstützt durch ihre alleinige Arbeit eine Tochter von zwanzig Jahren, einen Sohn von fünfzehn Jahren, eine Töchter von vierzehn Jahren, ihre eignen fünf Kinder, zwei verlassene Kinder, ein Waisenkind, Enkel ihres Mannes und, zwei Schwestern. Judith ist jetzt 56 Jahre alz. ANZE Für den folgenden Theil ist die Hilferuf! ~ Eine furchtbare Feuersbrunst hat in der Stadt Wilitzka (Galizien) einen unermeßlichen Schaden angerichtet. Hunderte vonFamilien sind obdachlos und entbehren der nothwendigsten Bedürfnisse; groß ist das Elend bei unseren Glaubensgenossen, von denen viele durch den Brand an den Bettelstab gekommen sind. Ihr barmherzigen Brüder und Schwestern, erbarmt Euch ihrer, trocknet ihre Thränen, sendet Gaben, daß sie Brod und Kleider kaufen können und nicht elendig umkommen. Der Allgütige wird es Euch vielfach lohnen. Die gesammelten Beträge mögen an den Bezirkshauptman der Stadt Wilitzka, Präsident des Landes- Unterstützungscomitv, eingesendet werden. Der isr Cirltirsvorstarrd zu Wilitzka. naben, welche die hiesige bedeutende, selbst vom Auslande stark frequentirte Realschule 1. besuchen sollen, finden in meinem Hause liebevolle Aufnahme und religiöse Erziehung. Beste Referenzen, sehr mäßiger Preis. Carl Drisch, 2141] Lehrer der isr. Gemeinde Mülheim a. Rh. I G E N. Redaktion nicht verantwortlich. Cln hiesiger Cultusgemeinde soll sofort die erledigte Schächterstelle besetzt werden. Gewünscht wird ein von orthodoxen Rabbinen geprüfter verheiratheter Mann, der das Borschen versteht und im Stande ist, den Werktaggottesdienst, so wie das nwo» unbmrop ,n-.pv 'zu versehen. Das jährliche Einkommen beläuft sich auf 900 Mark. Reflectanten dem Unterzeichneten alsbald ihre Zeugnisse einzusenden. Burghasloch (Bayern), 12. August 1877. I. Jsner, 2166] Cultus-Vorstand. ür Mamrsactitt-GeschLft und Haushalt zu erlernen, suche pr. 1. October c. ein Lehrmädchen aus achtbarer Familie. Mein Geschäft ist am Sonnabend streng geschlossen. [2147 M.-Gl-dbach. R. 3r*<Mrf.