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Der Israelit · 1877-06-20 · Heft 25 (20.6.1877) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
18 (1877)
Issue
Heft 25 (20.6.1877)
Date
1877-06-20
Page
– (sequence 18)
Language
German
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590 P a l ä st i n a. Aus Jerusalem kommen fortwährend die traurigsten Berichte. Zu der Calamität des Krieges, der Entwertung des russischen Geldes, des Ausbleibens der Spenden aus Rußland, der allgemeinen Geschäfts- und Arbeitslosigkeit ist auch noch eine große Theuerung in Folge von Regenmangel ge- I kommen. Bereits müssen viele Personen buchstäblich Hunger leiden. Namentlich sind es die! fleißigen Handwerker, die in Folge vollständiger Arbeitslosigkeit mit ihren »Familien dem schrecklichen Hunger preisgegeben sind. Wir bitten wiederholt um schleunige und reichliche Unterstützung der Unglücklichen. Möchten doch überall edle Männer i und Frauen Sammlungen veranstalten. ANZEIGEN. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Berlin, 14. Juni 5637. Leider haben die > bensbild des Entschlummerten wenigstens nach seihiesigen Orthodoxen einen herben Verlust erlitten! nen Hauptzügen entworfen zu haben, die sich in durch das am p^"v — vbu anpm csmpn nxi mm — erfolgte Hinscheiden des Herrn M. I. Cohn, bMi (Din f]Di’ 'in mnn rvjon?a omn pn"n ninan, ein Bruder des hier allgemein geachteten und als wohlthätig bekannten Herrn Rentier. I. L. Cohn. Gebürtig zu Nackel wohnte der Verblichene hierfelbst seit einigen Jahren in Gemeinschaft mit seiner tugendhaften und frommen Schwester 'n in bescheidener Zurückgezogenheit, geehrt von Allen, die mit ihm näher verkehrten. Obgleich derselbe dem Kaufmannsstande angehörte, suchte er dennoch “inarea pm; nor piDsn by 5i'n«D '2 nach möglichen Kräften die min zu fördern und .min moip B’ptw \x-m zu unterstützen, so daß er in des Wortes wahrster Bedeutung ein pzn D’m war. Zu den besonderen Vorzügen des Seligen gehörte dessen m-:y. — Trotz seiner schwachen Gesundheit vermochte ihn weder strenge Winterkälte noch beschwerliche Sommerhitze vom täglichen Synagogenbesuche mj/ai -ipaz abzuhalten, und war er immer einer der e*m ponpo und ipnü1? jnnNö. Nach Beendigung der nnnir r6an, welch? er nrrn'zn nv'xa verrichtete, wandte er sich stets mit größterHingabe und in der liebenswürdigsten V eise den im d'.i'j anwesenden D”:y zu, vertheilte unter ihnen. wovon Schreiber dieses Augenzeuge war, Brod und Geld, nahm solche. denen anständige Kleidung fehlte, nach seiner Behausung, gab ihnen Wäsche und Kleidungsstücke, verschaffte ihnen auch Mittagstische und nmyo vbv'? juo am p“v. Selbst an der Börse, wo er wegen seiner großen Reellilät und bewunderswerthen Pünktlichkeit in großer Achtung stand, verschmähte er es nicht, ungeachtet der ihn daselbst vollständig in Anspruch nehmenden Geschäfte, für Wohlthätigkeitszwecke in der edelsten Weise zu wirken. Wir haben hier absichtlich weiter keine besonderen Deiails aus seinem tugendreichen Leben erwähnt, da solches die Grenzen eines kurzen Nekrologes überschreiten würde, glauben aber selbst in dem engen Rahmen des hier Gesagten ein treues LerTj, nuaj?, mm nanx auf eine seltene Weise auspräqten. — m-rDx’ 'n mmi ip-is vjd1? -|pm. — 164i] Dr. Oscar Lipschütz. in braves Mädchen von guter Familie, welches kochen kann, und einen Haushalt zu leiten versieht, auch in einem Spezereigeschäft schon thälig war, suche ich für mein Spezerei- und gemischtes Waarengeschäft, sowie für den Haushalt. 1673]_David Reiling in Mainz. (Awei oder drei junge Mädchen (Jsr.), die eine höhere Lehranstalt besuchen, oder solche, die in einzelnen Fächern zu Hause unterrichtet werden sollen, finden sorgsame Pflege, Aufsicht und Nachhilfe in den Schulaufgaben bei £1670 Frau Pr. Reckendorf, Heidelberg. Plöckstr. 52. CVct) suche für meinen Sohn. 16 Jahre alt, der eine Realschule erster Ordnung besucht und dieselbe mit dem Zeugniß der Berechtigung zum einjährigen Militärdienst verlassen, zum 1. Octbr. eine Lehrlingsstelle in einem Ledergeschäfte in einer großen Stadt, das an Sabbat und Festtagen geschlossen. Schivelbein, den 17. Juni 1877. Joseph Mannheim 1659]_in Schivelbein (Pommern). (>m Verlage des Bernhard Epstein in Brünn ist erschienen und kann über Wien durch jede Buchhandlung bezogen werden: „Die Moral der Evangelien und des Talmud." Eine vergleichende Studie im Geiste unserer Zeit, von vr. M. Duschak. Preis 1 Mark 60 Pfennig. Diese neueste literarische Arbeit des renommirten gelehrten Verfassers, welche die gehässigen Beschuldigungen der berechtigten Schmähschrift „Der Talmudjude" auf wissenschaftlichem Wege vernichtend widerlegt, ist eben so geistig anregend als belehrend gehalten, daher sie jedem denkenden Leser zur vollen Befriedigung dienen wird. £1661

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