Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 18 (1877)
- Issue
- Heft 16 (18.4.1877)
- Date
- 1877-04-18
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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XVIII. Jahrgang. M 16. Der Israelit Ein Central- Organ für das orthodoxe Jndenthnm. Herausgegeben von ■ » * . * Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den ^8. April 5637 (1877). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs? in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Bachhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Pelitzeile oder deren Raum. — Oesterreichifche Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband vro Jahrgang 1L Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitende Artikel: Die heilige Stadt und ihre Bewohner. — Schreiben des Cvnsulats des deutschen Reichs für Palästina an den Redacteur des „Israelit". — Zeitungsnachrichten mW Correspondenzen: Deutschland: Würzburg. — Oest. - Ungar. Monarchie: Wien. Prag. Pesth. Gaya. Boevslaiv. — Frankreich: Paris. Paris. —England: London. — Rumänien: Bukarest. — Rußland; Petersburg. — Feuilleton: Der Königliche Resident., Johakt der ersten ZSeikage: Leitender Artikel: Vorschläge zur Verbesserung der Lage der Israeliten im heiligen Lande. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Fellheim. Berlin. Schmiegel. Feuilleton: Aus dem Mittelalter. Inhalt der zweiten Betrage: Leitender Artikel: Literarischer Bericht. ~ v Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: T»nnstadt. Aus Bayern. Berlin. Berkach. — Oest.-Ung. MonarM« Wien. Wien. Wien. Preßburg. Gaya. — Schweiz. — EnmM gen. — Türkei: Konstantinovel. — Amerika: Washington. — Leitende Artikel. Pik heilige Stadt und ihre Pewohakr^) ii. Mainz, 8. April. Die ebene Oberfläche des Berges Moriah, Makom Hamikdasch, die Stätte des Heiligthums, wird von den Muhamedanern „Haram" genannt. Das Haram zeigt sich heutzutage als ein freiliegender Platz, mit Moscheen, Gebetorten und *j Die heilige Stadt und ihre Bewohner. Bon Tr. Bernhard Neumann. Zu beziehen durch die Poppelauer'sche Buchhandlung in Berlin. Preis 10 Mark. eleganten Fontänen aus Marmor bedeckt, mit herrlichen Cypressen, Palmen und Platanen bepflanzt. Die Länge dieses Raumes beträgt an der Ostsettp 1520, an der Westseite 1617, die Breite an de«? Südseite 927 und an der Nordseite 1020 Fuß. Nach der Mischnah im Traktat Midoth bildete der Tempelberg ein Quadrat, dessen Seite 500 Ellen betrug; bekanntlich hatte die heilige Elle sechs Tephachim oder 21 Zoll, gleich l3,4 Fuß; demnach sind 500 Ellen gleich 875 Fuß, die Breite von einer Säulenhalle zur andern; die bedeutende Abweichung in der Länge kann dadurch erklärt werden, daß später der Raum der Burg Antonia, welche an der Nordseite des Tempelberges lag, zu dem jetzigen „Haram" hinzugezogen wurde. Die Tempel-Area ist heutzutage rings von Mauern umgeben, von denen der südliche Theil der Westmaüer besonders wichtig erscheint, da er zu den merkwürdigsten und ältesten Bauresten Jerusalems, sowie zu den staunenswerthesten Werken des Alterthums gehört. Es ist die erinnerungsreiche Koßel Maarowi, an welcher die Juden an jedem Freitag Nachmittag unter heißen. Thränen . das Minchah-Gebet verrichten. *?> Die Koßel Maarowi ist 60 Fuß hoch und besteht aus 23 Steinschichten. Die unteren neun Lagen bestehen aus uralten Quadersteinen, deren Größe den Beschauer in Erstaunen setzt. Die Alten bauten um den Tempel Cyclopenmauern, die Josephus, unbeweglich für alle Zeiten nennt, aus riesigen Felsblöcken, geeignet dem Zahne der