Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 18 (1877)
- Issue
- Heft 14 (6.4.1877)
- Date
- 1877-04-06
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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335 zur Verherrlichung Eurer Kirche gethan. Sollte wirklich wie Fama spricht, die für das Himmelreich gewonnene Helena — denn diesen Namen hat der Täufling erhalten, auserkoren fein, nicht nur Dienstmädchen im Hause der Gräfin zu sein, sondern alsbald eine sehr achtbare Stellung einzunehmen!? Die Frau Gräfin v. Skorzewska ist die Mutter des „unverheirathcten" Reichstags-Abgeordneten Leo v. Skorzewska. — — Daß solche Attentate im deutschen Reiche nicht straflos ausgeführt werden können, dafür birgt unser Strafgesetz. Ohne Erlaubniß der Eltern eine minorenne Tochter zu entführen ist nach §§ 235— 237 dev Strafgesetzbuches mit Gefängriiß, unter Umständen mit Zuchthaus zu bestrafen!! Allen süd. Eltern mag der Vorfall als Mahnung dienen, um ihnen bei Zeiten die Augen zu öffnen über eine Erziehung, die den Kindern den „freiesten Willen" läßt! — Schweiz. Waadt. Die Israeliten in Lausanne haben eine sehr schöne Synagoge erbaut, die letzten Freitag nach israelitischem Ritus eingeweiht wurde; der Kinderchor trug hebräische Psalmen vor und der Groß-Rabbiner Wertheimer hielt eine sehr beredte Ansprache. Oesterr.-Ungar. Monarchie. Wi§n, 29. März. Die neue Börse hat auch bereits ihr erstes Ereigniß zu verzeichnen. Heute war in dem ganzen großen Saale, so weit auch die Coulissiers die Stimme, die rufende, schickten, kein Rothschild oder ein Vertreter des Hauses zu sehen. Daß auch Rothschild von der Börse ausbletben könne, war unfaßbar. Bald indeß klärte sich das Räthsel auf. Im Palais Rothschild fand unter solenner Assistenz aller Verwandten und Beamten des Hauses die Einführung des jüngsten Barons Rothschild in jene Glaubensgenossenschaft statt, welche soeben von Jgnaliefs für seinen intimsten Feind Midhat Pascha so großmüthig reclamirt worden ist.*) Wegen dieser frommen Ceremonie blieb das Haus Rothschild heute der Börse fern. Um das häusliche Fest, welches sich in einem verhältnismäßig sehr kleinen Eirkel abspreite, auch für einen weiteren Kreis würdig zu begeben, sind heute für alle Beamten und Arbeiter der Comptoirs und Etablissements der Firma Remunerationen im Gesammtbetrage von 120,00«) fl. angewiesen worden. *) Einem Journalisten gegenüber stellte Jgnatieff die Be hanvtung auf, der Vater Midhats sei Rabbiner in Widdin gewesen und knüpfte an die Hypothese, daß jüdisch-türkisches Blut in Midhats Adern rolle, Bemerkungen der wegwerfendsten Art. ANZEIGEN. Für den folgenden Theil ist die Reduction nicht verantwortlich. Jnfeivlten-Atnnahrne für Frankfurt a.M. bei «J. Ktiuffanann, Buchhandlung , und für Hamburg bei A. Goiftschmidt, Buchhandlung in H amburg, Kohlhöfen 39 Erklärung! Ich erkläre hiermit, daß meine Mittheilung vom 11. Februar d. I., als habe Herr Rabbiner Dr. Wedell in Düsseldorf die Aufschiebung der rft'a rv-a bei Herrn Baeri daselbst gestattet, auf Unwahrheit beruht, trotzdem Herr Baerr vor mehreren Zeugen dasselbe ausgesprochen. Herr Rabbiner Dr. Wedell wurde von keiner Seite über diese Angelegenheit befragt, wie ich mich jetzt nachträglich selbst überzeugt habe. Ich bedauere es auf's Lebhafteste, in Folge der mir gemachten Mittheilungen des Herrn Baeri unwahre Thatsachen gegen den Herrn Rabbiner l)r Wedell verbreitet und ihn verleumdet zu haben, und nehme hiermit meine Worte zurück. 916)__L. Winter._ ine tüchtige Verkäuferin, welche mehrere Jahre in der Manufacturwarrenbranche thätig war, sucht Stelle. Offenen sud Nr. 911 besorgt die Exped. d. Bl. Briefkasten der Expedition. Herrn Hirsch W. in Hersfelb: Tie Unterschrift Ihrer eingesandten Annonce ist unleserlich. Wir bitten um Ihre deutliche Adresse, indem einige Offerlbricsc für Sie bei uns liegen.