Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 18 (1877)
- Issue
- Heft 9 (28.2.1877)
- Date
- 1877-02-28
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2446951-2447695-2447705--13451-2469319- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
XVIII. Sa$«ga*g. jj» 9. Der Israelit Ein Central-Organ für das orthodoxe Zudenthum. Herausgegeben von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 28. Februar 56^7 (1877). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis deS Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Direkte Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 ReichS-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Anhalt. Leitender Artikel: Das jüdische Haus. Zeitungsnachrichten rnb Corresponbenzen: Deutschland: Mainz. Mar..,- AuS der bayr. Pfaiz. Laupheim. Aus der Rheingegend. — Schweiz. — Oest.-Ungar. Monarchie: Wien. Wien Tokay. — Türkei: Beyrut. Aus Janina. — Feuilleton: Der Königliche Resident. Anyatt der ersten ZSeikage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Frankfurt a. M. Altona. Feuilleton: Aus dem Mittelalter. Inhalt der zweiten ZSeikage r Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Palästina: Jerusalem. Inhatt der Hrtra - Zrettage: Spenden-Verzeichnisse. Leitende Artikel. Pas Mische Hais. m. Mainz, 21. Februar. In dem Wochenabschnitte des kommenden Sabbats — twn o — lesen wir eine Wiederholung des Verbots ivee 33N3 na tucanto, „Du sollst nicht kochen das Böcklein in der Milch seiner Mutter," und unmittelbar danach heißt es: nma 'i id&oi •*n-iD nt>t*n ona-n 'v vp o nnmn nv 3dd nw nna -\b, „Und der Ewige sprach zuMoscheh: Schreibe Dir auf diese Worte, denn auf die mündliche Erklärung dieser Worte hin» habe ich mit Dir einen Bund geschlossen und mit IiSrael. Unsere Weisen erklären den Zusammenhang jenes Verbotes mit dem nachfolgenden Verse in folgender Weise: Als Gott, der Herr, die Thora Seinem Volke geben wollte, da mahnten die Engel davon ab und sprachen: „Herr der Welt, Dein kostbar Kleinod willst Du Menschen geben, daß sie es herabwürdigen und Deine Gebote nicht halten, Deine Verbote übertreten?" Aber Gott wies die Engel zurück und gab die Tbora dennoch; und siehe, nur vierzig Tage waren vergangen, da hatten die Israeliten schon das erste der zehn Gebote verleugnet, daS zweite übertreten; sie hatten sich ein goldenes Kalb gemacht und gesprochen: „Dies sind Deine Götter, Jisrael, die Dich aus Mizrajim geführt haben." Damals bedrohte die Vernichtung Israel, wenn nicht Moscheh durch sein Gebet und sein energisches Verfahren die seiner Obhut anvertraute Heerde gerettet hätte. Moscheh hatte die GundeStafeln zerbrochen, und Gott war bereit, dieselben zum zweiten Male zu schreiben und zu geben. Da protestirten die Engel auf's Neue; aber Gott sprach: „Laßt mich; dereinst wird die Thora in JiSrael derart Wurzel faffen, daß selbst ein kleines Kind, welches, kaum der Mutterbrust entwöhnt, die Schule zu besuchen beginnt, nicht eher Fleischspeisen genießen wird, weun eS vorher Milchspeisen gegessen.