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Der Israelit · 1877-02-21 · Heft 8 (21.2.1877) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
18 (1877)
Issue
Heft 8 (21.2.1877)
Date
1877-02-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XVIII. Jahrgang. Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. HerauSgegeben von Dr# Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 21. Februar 5637 (1877). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Direkte Franwzusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitende Artikel: Das jüdische Haus. — Die Toleranz der sogenannten Reformer. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Bamirn. Ndent. Inyatt der erste« ISeikage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Hamburg. Hamburg. Güstrow. Feuilleton: Aus dem Mittelalter. Ziuhakt der zweiten Neikage: Leiiender Artikel: Siegmund Hirsch x": aus Halbrrstabt. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Gernsheim a. Rh. Berlin. Berlin. Eisleben. — Oest.-Ungar. Monarchie: Wien. — Rumänien: Jassy.— England: London. Leitende Artikel. Das jüdische Haas. ii. Mainz, 14. Februar. Das Waschbecken in der Stiftshütte und fein Gestell wurden aus Kupfer verfertigt, und dazu wurden die Kupfer-Spiegel *) verwendet, welche die israelitischen Frauen gespendet hatten. Moscheh 1) In jener alten Zeit gab es noch keine Glas-Spiegel; man bediente sich zur Spiegelung blank polirter Metallplatten. wollte diese Spiegel nicht annehmen, weil sie der Eite^eit dienen; aber Gott sprach zu ihm: Nimm und^erwende sie; diese Spiegel haben höheren Werth in meinen Augen als alle die. anderen Gaben; denn während mein Volk in der Sklaverei fast verzweifelte, da waren es die Frauen, die fich schmückten, um ihren Männern zu gefallen und ihnen ihr hartes Loos erträglicher zu machen; dazu benutzten sie die Spiegel und daher sind diese es wohl werth, zum Baue des HeiliglhumS verwendet zu werden Wahrlich, die Bande, die Gatte und Gattin mit einander vereinen, sollen auf Erden die innigsten, die liebreichsten sein. Wehe dem, der sie entweiht durch Lieblosigkeit! Wo kannst Du wohl nach allen Mühseligkeiten und Sorgen freudiger ausruhen, als in der Mitte der Deinigen? Welche Hand trocknet Dir sanfter die Thränen von den Wangen als die Hand der ehelichen Liebe? Sorgend tritt der arbeitsame Hausvater in das Gedränge des Lebens hinaus; sein Fleiß muß Wohlstand in das Haus bringen; und wenn der mühevolle Tag überftanden ist, kehrt er in den frohen Kreis derer zurück, die ihn mit Sehnsucht erwarten, ihm mit zärtlichen Blicken danken. Mag ihn die ganze Welt verkennen, er wird von den Seinigen nicht verkannt, und was er draußen gewann und erwarb, das er mit die Sparsamkeit der treuen Gattin. i e

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