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Der Israelit · 1877-01-24 · Heft 4 (24.1.1877) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
18 (1877)
Issue
Heft 4 (24.1.1877)
Date
1877-01-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XVIII. Jahrgang. Der Israelit. M ät. Ein trÄ-Organ für das orthodoxe Judenthum. Herausgegeben von Vr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 24. Januar 5637 (1877). A vy;V Diese Zltung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnwt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum.— Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband »ro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Zl « f> <t I U Leitender Artikel: Ein von der Königlich Preußischen Schulbehörde eingeführtes deutsches Lesebuch. Zeitungsnachrichten uno Eorrespondenzeu: Deutschland: Ans M ittelfranken. Wiesbaden. Erefeld. Samter. Gra»ü>enz. — — Oest.-Ungar. Monarchie: Nikolsburg. — Rumänien: Bukarest. — Frankreich: Paris. — England: London. — Feuilleton: Der Königliche Resident. Inhatt der ersten Beilage: Leitender Artikel: Der jüd. Religionsunterricht als obligatorischer Lehrgegenstand in den öffentlichen schulen. Feuilleton: Proselyten. Inhalt der zweiten Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland : Aus Württemberg. — Oest.-Ung. Monarchie: Prag. — England: London. Leitende Artikel. Ei« von der Königlich Preußischen Schnl- Aehörde eingksöhrte» deutsches Lesebuch. Mainz, 19. Januar. »•>£* Es ist eine von allen Pädagogen anerkannte Thatsache, daß das in der Volksschule benutzte^ deutsche Lesebuch vom größten Einfluß auf Geist, das Gemüth und die Charakterbildung der Kindesr ist. Von befreundeter Hand wird uns das „deutsche Lesebuch für Volksschulen" Köln, 1876, Verlag der M. Du Mont-Schauberg'schen Buchhandlung, zugeschickt. Wir finden darin zu unserem Bedauern, (I. Theil, Mittelstufe, dritte Auflage) auf Seite. 279 eine Erzählung, welche dazu geeignet ist, das Gemüth der Kinder mit Haß und Verachtung gegen unsere Glaubensgenossen zu erfüllen. Wir wollen das ganze Lesestück hierher setzen: Reiterstückchen des Grafen Zeppelin. Am 26. Juli 1870 unternahm der Hauptmann im würtembergischen Generalstabe, Graf Z'ppeltn, einen verwegenen Ritt in Feindesland hinein. In Begleitung von drei badischen Dragoner-Officiercn. den Lieutenants von Villlrs, von Wechmar und Winsloe, einem geborenen Engländer, und gefolgt von vier gut berittenen Dragonern ritt er bei dem Grenzstädtchen Laoterburg über den Rhe n und trabte beim ersten Morgengrauen wohlgemuth in dos Elsaß hin«in. Hinter Lauterburg stießen sie auf eine französische Patrouille, bestehend aus einem Gensdarm und einem Lancier. Der erstere von beiden wurde gef>ngen genommen, auf sein flehentliches Bitten aber bald wieder in Freiheit gesetzt; der Lancier wurde vom Pstrde g bauen, erholte sich aber bald wiederund entwischte. Darauf setzte die mulhige Schar ihren Ritt fort und g langte bis hinter die französischen Vorposten, zerstörte zrgei'Telegraphenlinien und sah sich während ihres LKstün- -dwM^Aufenthalts in Feindesland alles an, was sie wissen <Wllte ^Während dieser Znt hielt sich die Gesellschaft vorsichtig ««ist am Rande des Wald s, wohin man sich zurückzog, so- Md sich etwas Beunruhigendes wahrnehmen ließ Unterdessen halt. Hauptmann von Zeppelin werthvolle Notizen über die Stellung des Feindes gesammelt und beschloß nunmehr, am zwe ten Morgen, sich auf den Heimweg zu begeben. Gegen Mi'tag nöthigte die Erschöpfung von Mann und Roß zu einer Rast in dem Dorfe Niederbronn. Daselbst verzehrte auch ein Handelsjude sein Mittagbrod; man dachte nichts

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