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Der Israelit · 1876-12-27 · Heft 52 (27.12.1876) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 52 (27.12.1876)
Date
1876-12-27
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XYII. Jahrgang. Erste Beilage zu Ar. 58 -es Israelit. Zeitungsnachrichten und Correfpondenzen. Deutschland. Sürzbrrrg. Durch verschiedene Blätter hat die Nachricht die Runde gemacht, daß eine hiesige indische Familie, aus 5 Personen bestehend, zum Katholicismus übergegangen sei. Um verschiedenen Anfragen und diesbezüglichen Deutungen zu entsprechen, sehe ich mich veranlaßt, den Namen öffentlich bekannt zu geben, es ist dies der Lehrer Morgenstern, früher in Pfungstadt. Bereits vor 2 Jahren war man darüber nicht in Zweifel und wurde derselbe von der hiesigen Gemeinde wegen seiner großen Dürftigkeit vielfach unterstützt, bis er sich endlich so weit vergaß, diesen Schritt zu begehen. — Für die dahier erledigte Vorsängerftelle liegen sehr viele Meldungen vor, und werde Ihnen über die Wahl s. Z. berichten. Würzburg. Am 14. Schebat dieses Jahres feiert der hiesige Dibbuck- Chaberim - Verein, der den Zweck hat,'den hiesigen Bachurim bei etwaiger Erkrankung Medikamente rc. zu reichen, sein fünfzigjähriges Jubiläum. Dieser Verein wurde gegründet im Jahre 5587 unter Leitung des damaligen nbt>T jj»3 omre« i"no n"-in und zwar von den damaligen Bachurim *pNp!»»ii an nno a->n in Kleinerdlingen und Herr M. Goldschmidt in Zell. In gleich orthodoxem Sinne wurde dieser Verein bis heute unter Leitung 'na n''“in i“d"n 'yisnyioKi an pns» fortgeführt. Es ist uns für heute nicht möglich, alle die hervorragenden Männer zu nennen, welche die hiesige na»»» besucht haben und jetzt eine hervorragende Stellung sm orthodoxen Judenthum einnehmen, ich behalte mir dies für einen späteren Artikel vor. Es sei heute nur erwähnt, daß das Fest-Comite über 300 Einladungen ergehen ließ und auch schon viele hervorragende Männer ihre Zusage zur Theilnahme am Feste gegeben haben, so daß man mit Bestimmtheit annehmen kann, daß dasselbe n"pa zu einem solennen sich gestalten wird. Daß derartige Feste, im orthodoxen Sinne abgehalten, stets rmap, mm8 beitragen, ist außer allem Zweifel. Ueber den Verlauf desselben werde ich Ihnen s. Z. n'»« berichten. Heidelberg, 17. Dec. Mit Bezug auf die im Frankfurter Journal vom 17. Dec. Nr. 350 I erfolgte Berichtigung eines in die zweite Beilage Ihres Blattes Nr. 46 übergegangenen Artikels, in welchem behauptet war, der durch die Polizeidirection Wiesbaden in der dortigen Friedhofsfrage ergangene Erlaß gründe sich auf die Gutachten der' Rabbiner von Berlin, Darmstadt, Frankfurt, Heidelberg u. s. w., bitte ich, nunmehr auch in den „Israelit" die Berichtigung aufzunehmen, daß das Rabbinat Heidelberg in der Wiesbadener Friedhofsfrage weder ein Gutachten abgegeben hat, noch auch nur um ein solches angegangen worden ist. Hochachtungsvoll I»,'. Eondbeimer. Marburg, 19. Dez. Vergangene Woche trat Herr vr. Munk aus Berlin die dahier erledigte Rabbinerstelle an. Er wurde Mittwoch Abend von dem Vorstande der Gemeinde abgeholt und in die hell erleuchtete und schön geschmückte Synagoge geleitet, woselbst seiner die zahlreich versammelte Gemeinde harrte, um den Abendgottesdienst abzuhalten. Nach einer kurzen Begrüßung Seitens unseres Lehrers im Namen der Gemeinde vielt er eine kleine Ansprache. Diese wenigen Worte schon, und noch mehr die Samstags ppD nens gehaltene Antrittsrede, gaben ein Zeugniß von dem großen Wissen dieses Mannes; für dessen echte Frömmigkeit bürgen uns dessen Lehrer und vorzügliche Empfehlungen. Wir schätzen uns glücklich, eine so gute Wahl getroffen zu haben und wollen Gott bitten, daß er uns diesen würdigen Mann recht lange zu unserem Heil erhalten möge. Magdeburg. Rabbiner vr. R a h m e r wurde zum Stadttath gewählt. Der Wahlkampf war ein starker. Oesterr.-Ungar. Monarchie. Pretzburg. Auf Anregung unseres Oberrabbiners wurden an der hiesigen vierklassigen Talmud- Thora-Schule noch zwei Talmudisten angestellt, die die fähigen Knaben in und m"BJi so weit zu unterrichten haben, daß sie im Stande sind, dem -nyip unseres Oberrabbiners mit Erfolg belzuwohnen. S. H.

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