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Der Israelit · 1876-12-27 · Heft 52 (27.12.1876) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 52 (27.12.1876)
Date
1876-12-27
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XVII. Jahrgang. M S2 Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Hrrausgegeben von Vr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 27. Dezember 5637 (1876). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. östcrr. an die Expedition franco einzusenden. MT“ Pa mit dem 1. Jan. 1877 ein neues Quartal beginnt, so ertauben wir nns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß uamenttich Sei der Uost das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Werfendung keine Unterbrechung erteide. Anhalt. Leitender Artikel: An die israel. Bewohner des Großherzogthums Hessen. Zeitungsnachrichten und Correspoudenzeu: Deutschland: Würzdurg. Aus Württemberg. Wiesbaden Frankfurt a. M. Graudenz. Mainz. — Oest. - Ung. Monarchie: Papa. Raab - Szigeth. — England: London. — Rußland: Warschau. — Türkei: Salonichi. Feuilleton: Der Königliche Resident. Anhalt der ersten Mirage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Würzburg. Würzburg. Heidelberg. Marburg. Magdeburg. — Oest.- Ung. Monarchie: Preßburg. — Frankreich: Paris. Paris. — Algier: Milianah. — Palästina: Jerusalem. Jerusalem. — Feuilleton: Proselyten. Inhalt der zweiten Beilage: Zeitungsnachrichten und Eorrespondnzen: Deutschland: Würzburg. Schwabach. Feuilleton: Die Himmelsleiter. L«tte«d«r Artikel. Au dir israrl. Dewohacr drs Vroßhryogthvms Hessen. Mainz, 20. Dec. Durch die neuen Schulverhältnisse, wie sie jetzt überall im Großherzogthum Hessen ins Leben getreten sind, droht dem religiösen Leben der Israeliten eine große Gefahr. Das Großherzogl. Ministerium des Innern, Abtheilung für Schulangelegenheiten, hat angeordnet, daß alle iörael. Kinder verpflichtet sind, am Sabbat die Schule zu besuchen und hat dieselbe nur für einzelne hohe Festtage vom Schulbesuche dispensirt. Da nun die wenigen israel. Elementarschulen, die ehedem im Großherzogthume existirt haben, aufgehoben sind, so ist unseres Wissens die UuterrichtsLnstult der israel. Religions-Gesellschaft zu Mainz gegenwärtig die einzige jüdische Schule im Lande; es werden also, mit Ausnahme der Schüler und Schülerinnen der genannten Anstalt. alle schulpflichtigen Kinder, sowie alle Schüler höherer Lehranstalten von der erwähnten Calamität betroffen. Schon im Anfänge dieses Jahres (1876) hat der Herausgeber dieser Blätter sich bittlich an das Großherzogl. Ministerium in dieser Angelegenheit gewandt, ist aber in der Hauptsache abschlägig beschieden worden. Aehnlich ist es später den Rabbinen von Gießen und Darmstadt, den Herren vro. Levi und Landsberg, ergangen. Es müssen also gegenwärtig'fast alle jüdischen Kinder des Großherzogthums, deren Anzahl mindestens 5000 beträgt, an jedem Sabbat den Gottesdienst versäumen. Da auf dem Lande in den meisten Gemeinden nur am Sabbat Gottesdienst stattfindet, so werden also die jüdischen Kinder dem Gottesdienste vollständig entfremdet. Sobald die Kinder das Alter erreichen, daß sie am Gottesdienste theilnehmen könnten, müssen sie in die Schule; die wenigen Tage im Jahre, die hohen Festtage, von denen ebenfalls nur für die Hälfte Befreiung vom Schulbesuche stattgegeben,

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