Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 17 (1876)
- Issue
- Heft 49 (6.12.1876)
- Date
- 1876-12-06
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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/ XVII. Jahrgang. M LS. Der Israelit £ ^*i- V Ein Cenhkal-Organ für das orthodoxe JudeWum. Herausgegeben von vr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 6. Dezember 5637 (1876). / Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. - Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum.— Oestcrreichische Banknoten laut Cours. — Directe Franco Zusendung unter Streifband vro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitende Artikel: Tie israel. Religionsgesellschaft zu Frankfurt a. M. und das Gesetz über den Austritt aus der Gemeinde. — Ter Austritt aus der Gemeinde. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. — Cesterr. - Ung. Monarchie: Wien. — Frankreich: Paris. Russland. — Türkei: Aus Bulgarien. — Palästina: Jerusalem. — Feuilleton: Theresa. Anhalt der ersten Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland : Ans Hessen- Tarmstadt. Biebrich. München. — Cesterr. - Ung. Monarchie' Wien. Mattersdorf. Trencsin. — Rußland: Grodno. — Feuilleton: Proselyten. Inhalt der zweiten Beilage r Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Aus Altona. — Cest.-Uüg. Monarchie: Wien. Pesth. Halas. Lemberg. Lemberg. — Frankreich: Paris. Paris. — Amerika: Ct. Louis. Leilenve Artikel. Die isr. licligiivsgcftllschast M Frankfurt a. M. und das Gesttz über den Austritt aus der Gemeinde. Mainz, 3. Dezember. Wie wir unseren geehrten Lesern bereits gemeldet, hat der größere Theil der Mitglieder der isr^ Religionsgesellschaft von dem ihm zustehenden Rechte des Austritts aus der Gemeinde noch keinen Gebrauch gemacht. Es ist dies um so mehr! zu verwundern, da Herr Rabbiner Hirsch '"j in einer Broschüre, aus der wir weiter unten einen Auszug bringen, die Austritts-Pflicht energisch betont hat. Wie man uns berichtet, sind es nur wenige Mitglieder, welche eine Agitation in's Werk gesetzt haben, um die große Menge vom Austritt zurückzuhalten. Wir wollen in Folgendem die Situation eir er ruhigen und obsectiven Betrachtung unterziehen. Die isr. Religionsgesellschaft zu Frankfurt am Main besitzt Alles, was eine Gemeinde bedarf: Synagoge, Schule, Mikwah, Schechitah nebst allem Zubehör. Koscher-Bäckereien, Mazzoth-Bäckerei rc., Alles, Alles, bis auf einen eigenen Friedhof, den sie sich mit verhältnißmäßig geringen Kosten beschaffen kann. Was also sollte die Mitglieder am Austritte hindern'? Nichts, gar nichts. Dagegen würde die Religionsgesellschaft durch den Austritt außerordentlich gewinnen. Sie würde vor Allem eine durchaus selbstständige Gemeinde werden, der sich die Hinzuziehenden ohne Weiteres anschließen könnten; sie würde ferner einem Verbände nicht mehr angehören, in deren Synagoge wichtige Principien des Judenthums verleugnet werden, an deren Schule Lehrer wirken, welche der Herausgeber dieser Blätter von ihren eigenen Schülern als Feinde des Judenthums hat bezeichnen hören, *) *) CB diese Herren noch an der Realschule der israel. Gemeinde wirken, wissen wir nicht; wenn auch die Personen wech-! seln, die Principien sind dieselben geblieben. r