Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 17 (1876)
- Issue
- Heft 45 (8.11.1876)
- Date
- 1876-11-08
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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1037 den Kopf gesetzt, noch gestern Abend ein Stündchen mit Ihnen zu verplaudern." „Um so eher werden der Herr Commerzienrath hoffentlich geneigt sein, mir jetzt ein Stündchen zu schenken."" „Mit Vergnügen, mein theurer Freund, mit unaussprechlichem Vergnügen. Bitte nehmen Sie Platzer drückte ihn fast in ein Fauteuil, „und nun wollen Sie mich nur einen Augenblick entschuldigen, ich bin im Nu wieder hier, ich will nur Ordre geben, daß wir ungestört bleiben", und dabei trippelte der korpulente und doch ungemein bewegliche Mann in das anstoßende Comptoir, den erwähnten Auftrag zu ertheilen. Er war in Wirklichkeit im Nu wieder zurück, „und nun bin ich ganz zu Ihren Diensten, mein lieber Herr Werner, verfügen Sie über mich; aber zuvor, bitte, bedienen Sie sich", er reichte ihm bei diesen Worten ein geöffnetes Kistchen Cigarren, „es sind echte Havannah, exquisit, ich rauche kerne andern, bitte, bedienen Sie sich." Leo lehnte dankend ab. „Bitte, bitte, thun Sie sich keinen Zwang an, aber <£>ie erlauben doch, daß ich —" er führte nun den g epriesenen Glimmstengel zum Munde entzündete ihn und ließ einige leichte, kunstvoll. ausgestoßene Rauchwölkchen emporsteigen, „exquisit, in' der That exquisit. Schade, schade, Herr Werner, daß Sie sie verschmähen. Doch Ihre Miene ist heute so ernst, so feierlich, mein lieber junger Freund, giebt es vielleicht irgend eine Angelegenheit, in der ich Ihnen dienen könnte? dann möchte ich meine Bitte wiederholen, verfügen Sie über mich?' „„Sie sind so außerordentlich freundlich, Herr Commercienrath, daß ich es wagen zu dürfen glaube, ohne weitere Einleitung mein Gesuch an Sie zu richten."" „Bitte, bitte," Mühlheim neigte sich verbindlich vor. „„Herr Commerzienrath, Sie kennen mich; ich vermuthe, daß auch meine Verhältnisse Ihnen nicht unbekannt sind. Ohne mich gradezu reich nennen zu können, besitze ich doch vollauf die Mittel, ein Haus zu gründen."" „Der Name Leo Werner hat auch in der Geschäftswelt einen guten Klang," warf Mühlheim ein. „„Herr Commerzienrath." fuhr Leo fort „ich liebe Ihre Mündel und war so glücklich, ihre Neigung zu gewinnen, ich erlaube mir daher. Sie um ihre Hand zu bitten."" (Forts, f.) ANZEIGER Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. hiesige Religionslehrerstelle, verbunden mit Vorsänger- und Schächterdienst, kommt bis 15. März k. I. in Erledigung. Gehalt 700 Mk., Schächtergefälle und Nebenverdienst ungefähr 400 Mark und freie Wohnung. Bewerber um diese Stelle haben sich unter Vorlage ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten zu wenden. Külsheim (Baden), den 22. Oktober 1876. Der Synaaoqenrath. 2648) M. L. BrüSheimer. r kann Allen Kranken mit Becht 'ab ein vortreffliches populalr-medl» sinlsehes Werk empfohlen werden. — Yorrhtbig in allen Buchhandlungen. [2504 Töchter-Pensionat in Hannover Frau Dr. Leverson aus l^ondon empfiehlt ihr Pensionat allen Denjenigen, welche ihren Töchtern eine gründliche, gediegene Erziehung geben wollen. Auch einige Junge Mädchen, welche sich praktisch für das Hauswesen vorbereiten wollen, finden Aufnahme und geeignete Gelegenheit, sich nebenbei in den fremden Sprachen und der Musik zu vervollkommnen. Näheres zu erfragen durch schriftliche oder mündliche Anfragen Thiergartenstratze 4, Han» «oder. 0 \