Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 17 (1876)
- Issue
- Heft 43 (25.10.1876)
- Date
- 1876-10-25
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XVII. Jahrgang. M LS I Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthuu». ' Herausgcgeben von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 25. Oktober 5637 (1876). Diese Zeitung erschemt wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Anhalt. Leitende Artikel: Ueber Erziehung. — Erkärung. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Aus der Provinz Posen. Filchne. Oesterr.-Ung. Monarchie: Wien. - Frankreich: Paris. — England: London. London. — Deutschland: Verden. — Feuilleton: Theresa. Inhalt der ersten IZeikager Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Weißenburg. — Oest.-Ungar. Monarchie: Wien Lancut. — Italien: Ancona.— Frankreich: Paris. Montpellier.— Belgien: Brüssel. — England: London. London. — Feuilleton: Proselyten. Inhalt der zweiten ZSeilager Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Amerika: San Franzis ko. Inhalt der Krtra»ZSettage: Spenden-Verzeichnisse- Leitend« «»likel. Arber Erziehung. Mainz, 19. Oktober. Wohl noch in keiner Zeit ist es dem echten, wahrhaften Juden so schwer geworden, seine Kinder für unsere heilige Religion und zu derselben zu erziehen, wie in der unseligen. Der Abfall liegt gleichsam in der Luft; die Söhne und Enkel der edelsten und besten Männer und Frauen sehen wir vielfach den Sabbat öffentlich entweihen, die Speisegesetze mißachten — ja, bei der jüngeren Generation fängt schon der Versöhnungslag an seinen Nimbus zu verlieren; die Beachtung der jüdischen Ehegesetze ist in der größten Gefahr, und nicht allein die uralte, jüdische Sittenreinheit — seit Jahrtausenden Israels Freude und Stolz — fängt an zu schwinden, sondern es werden auch, öffentlich, Ehen geschloffen, welche das Religionsgesetz verbietet und aus denen Kinder hervorgehen, welchen (Mamserim) das Wort unseres Gottes einen unauslöschlichen Makel anheftet. Je größer die Gefahr, desto mehr Sorgfalt und Anstrengung bedarf es, sie zu überwinden, und den ernstlich und furchtlos geführten Kampf krönt endlich der Sieg; denn das Judenthum muß erhalten bleiben, es ist nothwendig für den Bestand der Welt. Daß es erhalten bleibt, ist außer Frage, und es kömmt nur darauf an, daß wir ihm uns und unsere Kinder erhalten. Der Thora - Abschnitt des nächsten Sabbats (•^ *p) führt uns den Begründer unserer Nation, den Stammvater unseres Volkes vor Augen. Abraham , der Sohn eines götzendienerischen Vaters, war der einzige in der Welt, der Gott erkannte. Er zerschlug die Götzenbilder seines Vaters, und trat, er allein — nur seine treue Gattin stand ihm in gleicher Gesinnung zur Seite — einer ganzen feindlichen Welt gegenüber. Und Gott war mit ihm und schützte und behütete ihn, und führte ihn und leitete ihn. Gott rettete ihn vom Feuertode im Lande der Chaldäer, befreite die geraubte Gat»