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Der Israelit · 1876-10-19 · Heft 42 (19.10.1876) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 42 (19.10.1876)
Date
1876-10-19
Page
– (sequence 17)
Language
German
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XYII. Jahrgang. Zweite Beilage;« Ar 42 des Israelit. Leitender Artikel. Zum rumänisch - deutschen Handelsverträge. Oesterreich hat einen Handelsvertrag mit Rumänien abgeschlossen, dessen erster und vierter Artikel wie folgt lautet: Art. I. Nach den gewöhnlichen Reciprocitäts- Bedingungen: 1) H est entendu, que par cette disposition on n’a pas voulu d^roger aux lois et ordonnances, en vigueur dans le etats des dcux hautes parties contractantes et applicables a tous les etrangers en general, 2) En Roumanie aux lois et prescriptions concernant la prohibition d’acquerir et de poss6der des biens immeubles ruraux (voir Art. IV). Zusatz-Bestimmung im Schlußprotololl: It est entendu , en merae temps, entre les Hautes Parties contractantes que, par la disposition de cet article, on n’a pas youlu deroger aux droits de chaque Gouvernement de prendre par des lois et des reglements toutes les mesures Necessaires de police et de surete, et notamment celles par rapport ä l’etablissement de tout individu dans une commune rurale avec l’autorisation seulement du Conseil Municipal, toutefois ces lois et ordonnances ne pourraient entraver d’aucune fagon la liberte de commerce et ne devraient porter atteinte aux droits et Privileges stipulds r^ciproquement par la presente Convention, en faveur des nationaux des deux pays. Art. IV. Les Roumains en Autrlche-Hongrie et les Autrichiens et Hongrois en Roumanie auront reciproquement le droit d’acqu^rir et de posseder des bieus de tonte sortc et de tonte nature, meubles et immeubles, et en pourront disposer par achat, vente, donation, permutation, contrat de mariage, testament, heritage et par quclqu’autre acte que ce seit, aux meines conditions que les nationaux, sans payer des droits, contributions, et taxes untres ou plus elev^s que ceux auxquels sont soumis les nationaux en vertu des lois (voir Art I). Zusatz im Schlußprotokoll: II est bien entendu, que par les dispositions de cet Article IV les deux hautes parties contractantes n’entendent nullement d6roger aux restrictions faites par le demier alinea de 1’Article I au sujet du droit d’acquerir et de posseder des biens immeubles ruraux. Es scheint, daß diese Beschränkung der Gegenseitigkeit in den Fürstenthürmern nur auf die Niederlassung und das Recht des Güterbesitzes von i Juden bezogen wird, und es liegt schon ein Fall j vor, daß einem österreichischen Juden Namens Lichter verweigert wurde, ein in Galcaz erworbenes Haus auf seinen Namen zu übertragen, „weil es den Munizipalgesetzen Rumäniens zuwider sein würde, welche nicht durch einen internationalen Vertrag aufgehoben werden können und, da die einheimischen Juden gewissen Beschränkungen unterworfen sind, so können (nach Entscheidung der rumänischen Behörden) fremde Juden davon nicht ausgenommen werden." Wie es heißt, verweigern Frankreich und Italien einen Vertrag abzuschließen, der einer solchen Auslegung fähig ist, und verlangen, daß es darin ausdrücklich bemerkt werde, daß die Gegenseitigkeit eine vollkommene sei, nicht durch unberechenbare Munizipalgesetze aufgehobeu werden könne, und besonders nicht durch das Glaubensbekenntniß beschränkt sein dürfe. In England geschehen Schritte von den Handelskammern in gleichem Sinne, und es stehr zu hoffen, daß das deutsche Reich seine gewichtige Stimme ebenfalls zu Gunsten eines so gerechten Verlangens erheben und keinen Vertrag abschießen werde, der viele Deutsche von den der ganzen Nation ausbedungenen Rechten ausschließen würde. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde in Rom hat dem Minister des Auswärtigen einen Brief überreichen lassen, in welchem -uuf einige Bestimmungen des von Rumänien vorgeschlagenen Handelsvertrags aufmerksam gemacht wird, welche einen Unterschied in der Behandlung italienischer Bürger, je nach der Konfession, zur Folge haben würden. Es wird auch darauf hingewiesen, daß bis jetzt der Art. 46 der Pariser Konvention vom August 1858 unausgesührt geblieben, welcher allen Walachen und Moldauern, Christen oder Nichtchristen, die gleichen bürgerlichen Rechte sicherte - und zugleich bestimmte, daß Kinder von in Rumänien geborenen israelitischen Eltern ferner nicht als Ausländer angesehen werden dürfen. Die Antwort des Ministers lautet: Rom, 13. Sept. 1876. Meine Herren! Der Herr Abgeordnete Matri hat mir eine Zuschrift vom 28. August d. I. übergeben, in welcher

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