Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 17 (1876)
- Issue
- Heft 39-40 (27.9.1876)
- Date
- 1876-09-27
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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906 lärmusik (Capelle des 81. Regim). Sodann begab sich eine'Deputation von ehemaligen und jetzigen Schülern der Anstalt in die Wohnung des Herrn Rabbiner '"i und überreichten im Namen der sämmtlichen ehemaligen und jetzigen Schüler und Schülerinnen des Jubilars unter Verlesung einer Adresse ein schönes silbernes Geschenk. Darauf hielt der ehrw. Jubilar eine kleine Anrede an seine Schüler und wurde diese kleine erhebende Vorfeier mit einigen schönen Gesangspiccen, welche unter Leitung des Gesanglehrers der Schule von einigen Schülern und Schülerinnen vorgetragen wurden, geschlossen. Als zum Schluß von den unten versammelten Schülern auf den ehrw. Jubilar ein Hoch ausgebracht wurde, stimmten auch zahlreiche Zuschauer, welche sich inzwischen vor dem Hause eingefunden hatten, mit ein. Spät am Abend versammelten sich noch vor dem Hause des Herrn Rabbiners die Mitglieder eines hiesigen Gesangsvereins, um, von dem Pedell der Schule, ihrem 'Mitglieds, aufgefordert, zur Feier des Tages einige schöne Lieder abzusingen. Zum Schluß sei 'noch erwähnt, daß bei Gelegenheit dieser Jubiläumsfeier die Gemeinde von Zweien ihrer Mitglieder, dem Herrn Lehmann Weil und dem Herrn H. A. Franklin, ein prachtvolles Geschenk erhielt: vier große dreiarmige vergoldete Bronceleuchter für den Almemor von erstgen. Herrn, und ein zierliches aus demselben Metall und nach gleichem Muster hergestelltes Gestell, zum Aufhängen des Kle-Kodesch während des Thoravorlesens vom Letztgenannten." Soweit unser Frankfurter Berichterstatter. Sonntag, Vormittags 10 Uhr, versammelten sich die Deputationen und Vorstände der Religions- Gesellschaft, vieler Vereine und auswärtiger Gemeinden in der Wohnung des Jubilars. Zuerst sprach Herr Guggenheim im Aufträge der Religionsgesellschaft den Dank und die Glückwünsche derselben aus; dann trat die Deputation des Fest-Comitv's, die Herren Hackenbrock, Friesländer undSchammes vor, verlasen die von fast sämmtlichen Gemeinde - Gliedern (unter ihnen Freiherr Wilhelm von Rothschild) unterschriebene Adresse und überreichten ein das Ehren- Geschenk enthaltendes kostbares Album. Dann sprach Herr Abraham Schwarzschild im Namen des Schulraths; Herr Dr. Lev i verlas im Namen des Lehrercollegiums ein sehr schönes hebräisches Gedicht; Herr Eisen mann hob die Verdienste des Jubilars, im Namen der Fleisch-Commission, um diese Branche hervor, Herr Zunz gratulirte im Namen der Chebrah Gemiluth Chassadim, Herr Niederhofheim im Namen der Chebrah Kabronim, Herr Le der mann im Aufträge der Chebrath Schaß (puw), Herr Dr. Sulzbach für den Verein Liwiath Chon, Herr A. M. Schwarzschild für den von Rabbiner Hirsch gegründeten Talmud- Verein, Herr Stiftsrabbiner M. I. Cohn für den Verein Ez Chajim, die Herren Ganz und Bamberge r für den Verein Talmud Thora, die Herren Bär, Jonas Bing, Emil Schwarzschild, Posen und Wohlfahrt im Namen des Vereins Mekor Chajim. Nunmehr kamen die von auswärts herbeigekommenen Deputationen an die Reihe. Im Namen der israel. Religionsgesellschaft zu Mainz gratulirte der Herausgeber dieser Blätter und die Herren Vorsteher Jonas Bondi und JosephFulda, für die israel. Gemeinde zu Homburg Herr Rabbiner Dr. Auerbach, für die israel. Relig.- Gesellschaft zu Wiesbaden Herr Rabbiner Dr. Kahn und die Herren Vorsteher Abr. Stein und Löwenstein, für die israel. Religionsgesellschaft zu Bingen die Herren Vorsteher Treidel und Simon. Außerdem waren noch die Herren Rabbinen We tz lar-Gudensberg , Dr. Fränkel- Witzenhausen und Fromm-Homburg, welche gegenwärtig in Frankfurt wohnen, und noch andere hervorragende Mitglieder der Religionsgesellschaft erschienen. Viele der Genannten überreichten Adressen und kostbare Geschenke. Die Deputation von Darmstadt, bestehend aus den Herren Rabbiner Dr. Marx und den Vorstehern Bodenheimer und Haas, erschien erst später. Es war im höchsten Grade erhebend, zu vernehmen, wie Jeder etwas besonders Gutes hervorzuheben wußte, und wie Alles sich einte, um dem verehrten Jubilar den verdienten Zoll der Dankbarkeit und Verehrung darzubringen. H.rr Rabbiner Hirsch antwortete in sichtlicher Rührung. Bescheiden wies er den größeren Theil des Verdienstes der Frankfurter Religionsgesellschaft und dem Sechuß der Heimgegangenen großen Frankfurter zu, und auch der Gegner gedachte er mit Dank, die dazu beigetragen haben, durch immerwährende Kämpfe den religiösen Geist erstarken zu lassen. Aus der Wohnung des Rabbiners begab man sich in den Prüfungssaal der Unterrichtsanstalt, wo eine lange Tafel der eingeladenen Gesellschaft harrte. Hier folgte nun Toast auf Toast. Wer kennt die Männer, nennt die Namen, die hier zum Essen und Redenhalten zusammenkamen! Wiewohl das Essen sehr gut und reichlich war und der Wein in Strömen floß, so gab es doch viel mehr Toaste als Gerichte. Wir heben nur einige Namen hervor: Herr Dr. Männi Hirsch, gegenwärtig Leiter der Unterrichtsanstalten, Herr Dr. moä. Hirsch, Herr