Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 17 (1876)
- Issue
- Heft 38 (21.9.1876)
- Date
- 1876-09-21
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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M 38 XTU. Jahrgang. Der Israelit. C^nt^al-Organ des orthodoxen JuhMhmns Heransgegcben von Lehmann in Mainz. leitung^jch Donner st ag. den 21. Sepie mb er 56 3 7 Diese Zeitung scheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband vro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. 3>* mit dem 1 Hctoöer ein «enes Hnartak beginnt, so ertauben wir «ns, die geehrte« Abon- »ente« daraus aufmerksam zn machen, daß namentlich Sei der 'Most das Abonnement frühzeitig er- «enert werden muß, damit die Werfendnng keine IlnterKrechnng erleide. Inhalt. Leitende Artikel: Rabbiner Samson Raphael Hirsch — besetz, betr den Austritt aus den jüd. Synagogengemeinden. — Die Feier, des 25jähr^ Rabbiner Jubiläums des Herrn l)v. * Israel Hildesheimer. — Aeilungsnachrichtcn und Correspondenzen: Deutschland: Änrrtelf! berg. 'Aus Baden. Aus Baden. Berlin. Berlin. Berlin. — Türkei: Konstantinopel. Konstantinopel. — Feuilleton: Theresa. Inhakl der erste» Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Frankreich: Paris. Feuilleton: Proielyte'n. Anhalt der zweiten Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Dciltschland: Ans Bayern. Güstrow. — Schweiz: Bern. — Inhalt der Krtra Beilage. Spenden-Berzeichnisse- Leiterrdf «rktikel. Nabdiuer Samson Raphael Hirsch Mainz, 12. September. Nächsten ©ontttag, 17. September, werden fünfundzwanzig Jahre verflossen sein, daß Herr Rabbiner Hirsch »"j seine segensreiche Wirksamkeit in Frankfurt a. M. begonnen. Es hat sich ein Fest-Comit6 gebildet, um dieses frohe Ereigniß festlich zu begehen. Indem wir uns Vorbehalten, über die Feier in einem anderen Artikel zu berichten, wollen wir hier einige biographische Notizen geben. Herr Rabbiner Hirsch wurde in Hamburg, wenn wir riicht^irren, im Jahre 1807 geboren. Von seinen Eltern für den Kaufmannsstand bestimmt, führte ihn ein unüberwindlicher innerer Drang dazu, sich dem rabbinischen Berufe zu widmen. In Mannheim lag er unter der Leitung des nachmaligen Oberrabbinen von Altona, Rabbi Jakob E t t l i n g e r b“ t, den rabbinischen Studien ob, spater besuchte er die Universität zu! Bonn. Im Jahre 1830 wurde er zum Großher- > zoglichen Landrabbiner von Oldenburg ernannt.! Hier begann seine epoche - machende Thätigkeit. Es war eine für das Judenthum äußerst trübe! Zeit. Die großen, ehrwürdigen Rabbinen, die da- : mals lebten, waren zwar die Säulen unserer heiligen Religion, sie vermochten aber nicht die him* I melstürmenden Reformer in der Art zu bekämpfen, , daß sie dem Volke die großen Wahrheiten des : Judenthums in allgemein verständlicher Sprache darlegten. Da war es Hirsch, der in seinen „19 Briefen, von Ben Usiel" zum ersten Male diesen Weg betrat. In überzeugender, eindringlicher Weise zeigte er, welch einen 'unendlich kostbaren Schatz; Israel in seiner heiligen Thora besitzt. Die 19 j Briefe, pseudonym erschienen, erregten ungeheures! Aufsehen; man hielt erst den berühmten Denker, i den Hamburger Chacham Bernays für den i Verfasser. Tausende von Jünglingen haben sich i daran gekräftigt und sind dadurch, dem echten ' Judenthume treu geblieben. Um diese Zeit war es, als Geiger, damals