Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 17 (1876)
- Issue
- Heft 36 (6.9.1876)
- Date
- 1876-09-06
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XVII. Jahrgang. M 86 Der Israelit. *tn HeNLrat - Hrgan für das orthodoxe Iudenthum. - HA« $etauigegtbni »»« Dr. gebnutmi in Mainz. Mittwoch, den 6. September 5636 (1 8 7 6) DieflMjritung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis de- Jahrgang- 10 ReichS-Mark. Ttan äbomirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut CourS. — Direkte Francozusendung unter Streifband •to Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. 9 t» * * i U Leitender AckKel: Dr. JKrael HldeSheimer ' Zeitungsnachrichten und Correfv«ch«-M: De Güstrow. — Dest.-Un^ur. MonÄM' - Wal.-Meferttfch. Pesth. Lemberg. Pesth. Pesth. — Türkei: Konstantinopel. — Amerika: New-York. — Feuilleton: Ein Wort an den Minister. Anhalt der erste« Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Lübeck. — England: London. — Türkei: Konstantinopel. — Feuilleton: Projekten. Anhalt der zweite» ZteilUge: Zeitungsnachrichten und Correfpondenzen: Holland: Nymwegen. £«iUtt»er «ftitel. Dr. Israel Hildesheimer '-1:. Mainz, 30. August. Am 2. September a. c. sind fünfundzwanzig Jahre verflossen, seitdem der in der Ueberschrift genannte, verehrte Mann seine Wirksamkeit als Rabbiner eröffnete. Der Herausgeber dieser Blätter, schon vor dem erwähnten Zeitpunkte ein Schüler des Jubilars, wird sich nach Berlin begeben, um persönlich seinem theuren Lehrer seine Glückwünsche zu überbriagen. Ueber die Feier selbst werden wir, s. G. w., in einem -weiten Artikel berichten. Für heute wollen wir uns mit einigen biographische» Notizen begnügen, aus welchen die großartige, von dem Gefeierten entwickelte Thätigkeit ersichtlich werden wird. Dr. Hildesheimer wurde im Siwan de- JahreS 5680 (18201 in Halberstadt geboren. Sein Vater, Rabbi Löb^ Glai , war einer jener Männer, wie sie in Deutschland leider immer weniger werden, ein durch und durch talmudisch gebildeter Kaufmann; ihm galt das Studium der GotteSlehre als Hauptbeschäftigung, der tägliche Erwerb nur als Nebensache. A« er sich verheirathete, verwandte er den größten Theil der erhaltenen Mitgift zum Ankäufe theurer talmudisch er Werke. Rabbi Jakob '"2, Vater des später so berühmt gewordenen Präsidenten Jakobsohn, war damals Vorsteher der israel. Gemeinde zu Halberstadt. Dieser ließ den jungen Ehemann rufen und machte ihm über sein unpraktisches Verhalten Vorwürfe. „Ich begreife Euch nicht, Rabbi Jekew," entgegnete Rabbi Löb, „wie kann denn ein „Bal Boß" ohne O'pO'vi o*v (Talmud und Deciforen) existiren!" Von einem solchen Vater, der bis an fein Lebensende mit Bachurim „lernte", wurde der hoffnungsvolle Knabe zum eifrigsten Thorastudium angehalten, und als er, noch jung, den Vater verlor, da setzte die Mutter — sie war die zweite Frau und bedeutend jünger als ihr Gatte — das be-