Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 17 (1876)
- Issue
- Heft 33 (16.8.1876)
- Date
- 1876-08-16
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XVII. Jabrganci. Jfä AA. Der Israelit. Gin Kentrak - Organ für das orlhodore KudenMum. HerauSgegeben von vr Lehmann in Mainz. Diese Zeitung Man avonnrrt 25 Pfennige die Mittwoch, den 16. August 56 3 6 (1 8 7 6). wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozufendung unter Streifband' vro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitender Artikel: Die Organisation des israel. Kirchenwesens in Württemberg. Zeitungsnachrichten und Eorrefpondenzen: Deutschland: Gießen. Neu-Breisach. Bon der Werra. Würzburg. Aus Mecklenburg. - - Oeft.-Ung. Monalwie: Pelth. Brody. — England: London. — Amerika: New-Biork. Philadelphias- Feuilleton : Binjamin. Inhatt der ersten ZSetkage: Zeitungsnachrichten und Correspondenre»: Deutschland: Frankfurt a. M. Ealmar. — Oest.-Nng. Monarchie: Bieske. — Feuilleton: Proselyten. Inhalt der zweite» Aektage: Zeitungsnachrichten und Corresponbenzen: Deutschland.' Mainz. Berlin. — England: London. London. — Inhalt der Hrtra - Beilage: Spenden-Verzeichnisse. Leitender Artikel. Die Orgaxisatio» des israel. Kirchcxwcftns in Würltmdrrg. Die Bewegung, welche sich gegenwärtig inner- > halb der württembergischen Judenheit kundgibt, um j eine den Bedürfnissen der Zeit und den Forderungen der Gewissensfreiheit entsprechende Rege- .ung der diesbezüglichen gesetzlichen "Bestimmungen anzubahnen, bietet nach mehr als einer Seite hin Momente von höchst interessanter die württembergischen Grenzpfähle weit überschreitender Bedeutung. Diese Bewegung ging ursprünglich von den gesinnunostüchtigen, gesetzestreueu Israeliten des Landes .uus, die sich durch verschiedene von der isr. Oberkirchenbehörde getroffenen Bestimmungen und Einrichtungen in ihrer heiligsten Ueberzeugung verletzt und die Freiheit ihrer Gewissen angetastet glaubten. Von den Anhängern der Reform wurde diese Bewegung nicht nur nicht begünstigt, sonder» Mit allem Nachdruck bekämpft; sie blieb damals erfolglos. Inzwischen aber hat das Streben nach Trennung von Staat und Kirche immer mehr Eingang in die öffentliche Meinung gefunden. Baden, Preußen und endlich das deutsche Reich habendem Drange der öffentlichen Meinung nachgebend die Freiheit der Gewissen und als hieraus resultirende Consequenz die Trennung von Staat und Kirche in mehr, oder weniger unverkürzter Form anerkannt. Auch das Verhältniß der jüdischen Staatsbürger hat man in Baden schon seit mehreren Jahren und in Preußen seit wenigen Wochen im Sinne der Gewissensfreiheit geregelt. Nachdem so Gewissensfreiheit und Trennung von Staat und Kirche heute unabweisbare Postulate der öffentlichen Meinung, gewiffermaffen legislatorische Modesache geworden sind, haben auch Vertreter der Reform in Württemberg sich veranlaßt gesehen, auf eine Aevderung der Organisation des isr. Kirchenwesens hinzuarbeiten. Die Reform, d. h die Partei im