Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 17 (1876)
- Issue
- Heft 31 (2.8.1876)
- Date
- 1876-08-02
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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- Jesberg 1× ep/1047965
- Rashi 1× ep/1002670
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736 Jesberg in Hessen. D'IiD-r DS 'v Ton noa m« ’J3D, d. h. „die Frommen schwinden dahin, die Redlichen hören auf unter den Menschenkindern". M>t schmerzlichem Bewußtsein hat mau die Wahrheit obigen Spruches auch in unserer Gemeinde erfahren, indem derselben ein herber Verlust bereitet wurde durch den Tod einer Betty Katz hieß die Verblichene; sie war die Frau des Herrn Peritz Katz und hat diesem in den 36 Jahren, die sie in der Ehe mit ihm verlebte, beigestanden als eine treue Gattin, als wahre Gehilfin. Bei ihrem Tode, welcher Emm dp a"' i"d"Vn non eintrat, konnte man mit dem größten Rechte mit Raschi ausrufen: nas mn nas min nas min, d. h. „geschwunden ist der Schmuck, der Glanz und die Herrlichkeit". Ja, eine Zierde war die Verstorbene ihrem Hause, ihren Verwandten; ein Schmuck der ganzen Gemeinde. Wem es vergönnt war, ihr einfaches mit nützlichen Beschäftigungen ausgefülltes Leben etwas näher ^,u kennen; wer einen Einblick thun konnte in ihr Wohlthun und in ihre Pflege, welche beide sie Armen und Bedürftigen ohne Unterschied mit der größten Liebe zukommen ließ; wer schließlich weiß, mit welchem Eifer und mit welcher Hingebung und Selbstverleugnung ste alle einzelnen Gebote unseres Gottes ausübte, der muß offen gestehen, daß eine Fromme in jeder Hinsicht durch ihren Tod von der vtrde hinweggenommen ist. Nicht hielt sie ein kleines Unwohlsein ab, an irgend einem rvayn zu fasten; nicht konnte sie Sturm, Regen oder sonstiges Unwetter veranlassen, am Sabbat, Fest- und Selichothtagen nicht zum Gottesdienst zu gehen, um hier in ungestörter Andacht ihr Herz auszugießen vor dem Allmächtigen, den sie aus seinen Schriften so sehr erkannt und wegen seiner Güte so verehrt hat. Auch bei keiner Ängelegenheit vergaß sie das Wohlthun ihres Schöpfers; ohne ihn zu loben, genoß sie keine seiner Gaben Ja, als schwere Krankheit sie ergriff und ihre Kräfte mit jedem Tage schwanden, verrichtete sie sogar, so lang' es ihr möglich war, Morgens und Abends ihr Gebet. So lange ihr die Besinnung noch war, nahm sie keine Arznei ein, ohne vorher nma gemacht zu haben. *) Die Verblichene wird nicht nur von ihrer großen Verwandtschaft allein beweint und betrauert, sondern von der ganzen Gemeinde. Ganz besonders aber haben die Armen Ursache, ihren schon im 58. Lebensjahre eingetretenen Tod zu beweinen. *) Anm. des Correctors: Das war wohl nicht ganz correct. Ueber Arznei, namentlich übelschmeckende, macht man keine Berachah; man nimmt daher vorher etwas Anderes, Wasser, Wein oder Derartiges und spricht darüber die Berachah. Am Morgen des schon erwähnten Tages hauchte sie ihre now in die Hand Gottes aus, um in ton vvlp zu ernten, was sie in nrn dVij/ ausgesäet hat. [1^91] S. CVn hiesiger israel. Religionsgemeinde ist die Stelle eines Religionslehrers, Vorsängers und Schächters vacant geworden, mit einem ®etjalt von Mk. 700 und ca. Mk. 200 Accidenzien. Qualificirte Bewerber wollen sich baldigst an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Bellersheim i. d. Wetterau, den 28. Juli 1676. 1921] Heinemann in bis jetzt auf dem Lande als stn und Religionslehrer, mit den besten Zeugnissen versehener Angestellter, sucht in gleicher Eigenschaft eine Stelle in einer Stadt, oder auch eine seinen Fähigkeiten angemessene andere Beschäftigung. Gef. Franco-Offerten unter Chiffre A. K. 38 an die Buchhandlung I. Kartffmann in Frankfurt a. M. [IS 12 ine französische Bonne, mosaischer Confesston, für 2 Mädchen nach Kalisch zur Conversation, auch zur zeitweiligen Aushilfe der Hausfrau, gesucht. Franco - Offerten sub Nr. 1919 besorgt die Expedition d. Bl. cT^ür ein großes Pfandgeschäft in der Provinz wird ein gesundes junges Mädchen mit guter Schulbildung bei ansehnlichem Gehalt sofort oder zum 1. October c. gesucht. Bedingung wäre achtbare Eltern, unbescholtener Ruf. Confesston nebensächlich. Die Betreffende würde in der Familie des Inhabers (verheirathet) wohnen. Adressen unter P. P. 14 an Rudolf blosse, Berlin S. W., Jerusalemerstr. 48 erbeten. [1923 Ein dauerndes, gutes Unterkommen (jährlich 500 Mk. und freie Station) findet ein solider, umsichtiger und fleißiger Mann (Jsr.) reiferen Alters, unverheirathet. Offerten mit Angabe bish. Thätigkeit unter E. X. 7 postlag. Frankfurt a. M. [1926 in junger Mann, der zum 1. Oct. d. I. sejne ' Lehrzeit in einem Leinengeschäft und Wäsche- Fabrik beendet, sucht zu dieser Zeit eine Commi^- stelle in einem Geschäfte, welches rüp streng geschlossen ist. Gef. Offerten bitte unter Csiffre N. T. Nr. 192) an die Exped. d. Bl. zu senden.