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Der Israelit · 1876-07-05 · Heft 27 (5.7.1876) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 27 (5.7.1876)
Date
1876-07-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit Gin Henjrat-Grgan für das orlhodore Indenthum. HeravSqegeden von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 5. Juli 5 6 3 6 (1 8 7 6). Dis» Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man^vonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Ennige die Petitzeile oder deren Raum.— Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband vro Jahrgang 12 ReichS-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitender Artikel: Der Gesetzentwurf über den Austritt aus der Synagogengemeinde, im Herrenhaus. Zeitungsnachrichten und Eo-^espordenzen: Frankreich: Auxerre. Holland i Amsterdam. — England: London. — Amerika: Rew- York. — Feuilleton: Binjamin. Inhalt der ersten Freilager Leitender Artikel: Die gesellschaftliche Stellung der Juden. Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: Aus Württemberg. Breslau. Feuilleton: Proselyten. Inhalt der zweiten Freitage: Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: Mainz. — Oest.-Ungar. Monarchie: Pesth. Feuilleton: Die Cedern des Libanon. Leitender Artikel. Der Gtsttzeatworf über de« Austritt aus der Synagogcugkmkindc. iw Herrenhaus. Mainz, 28. Juni. Wir haben bereits in den beiden jüngsten Nummern über die Verhandlungen im Herrenhause kurz berichtet. Nunmehr liegen uns die stenographischen Berichte vor, die manches Charakteristische enthalten, was wir unsern geehrten Lesern mittheilen wollen. In der ersten Berathung am 19. Juni schien das Herrenhaus noch gar nicht orientirt zu sein. Sämmtliche Redner des hohen Hauses sprachen für die Virweisung des Gesetzes an eine Commission, was mit der Verwerfung desselben, wenigstens für dieseLemslaturperiode, gleichbedeutend gewesen wäre. Das Mitglied des hohen Hauses, Herr Rasch, sprach sogar die Ungeheuerlichkeit aus: „Die Orthodoxen wollen die Ausgetretenen nicht mehr auf ihre Friedhöfe nehmen, wenn sie gestorben sind!" . Also eine vollständige Verkennung des ganzen Charakters der Gcsetzesvorlage! Nichtsdestoweniger wurde auf Befürwortung des Ministers des Innern, Grafen zu Eulenburg, beschlossen, das Gesetz in Plenum zu berathen, was denn auch am 20. Juni geschah. Wir geben im Nachstehenden einige Auszüge aus den an diesem Tage gehaltenen Reden. Referent von Win t e r feld: Meine Herren! Ich habe schon gestern die Ehre gehabt Ihnen mitzutheilen, daß eine sehr erhebliche Anzahl von Petitionen zum vorliegenden Gesetzentwurf eingegangen ist, Petitionen, die stch zum Theil für unbedingte Annahme des Gesetzes, wie es aus dem Abgeordnetenhause gekommen ist, aussprechen, Petitionen, die daS Gesetz amendiren, nachdem sie prinzipaliter seine Ablehnung beantragt haben. Drei von diesen Petitionen befinden sich gedruckt in Ihren Händen; das ist die Petition des Rechtsanwalts Meyer auS Berlin, die Petition des Bezirksrabbiners Hochstetter auS Ems und die Petition des Vereins Adaß-Jsroel auS Berlin. Der letztere beantragt xure die Annahme des Gesetzes,

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