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Der Israelit · 1876-06-14 · Heft 24 (14.6.1876) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 24 (14.6.1876)
Date
1876-06-14
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XVII. Jahrgang. % M 2L. Der Israelit. — GM G in KenVaf^Grgan für das orthodore Iudenthum. HerauSgcgeben von vr Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 14. Juni 56 3 6 (1 8 76). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Instar 25 Pfennige die Pctitzeile oder deren Raum. — Österreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitende Artikel: Die Berathung des Gesetzes über den Austritt aus der Synagogengemeinde im Hause der Abgeordneten. — > Das Gesetz über den Austritt aus den jüd. Lpnagogen-Gemeindcn nach den Beschlüssen des Hauses der Ävgeordneten. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Hagenau. — Oest.-Ung. Monarchie: Lemberg. — Rumänien: Bukarest. — Italien: Turin — Schweden: Stockholm. — Frankreich: Carpentras. — Amerika: New-Aork. — Feuilleton: Binjamin. 'Ük' KnHatt der ersten Weikage: Zeitungsnachr«hten und Correspondenzen: Deutschland: Schwabach. Aus Kattowitz. Hannover. — Rumänien: Bukarest. — Feuilleton: Proselyten. Anstatt der zweiten ZSeikager Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: Mainz. Berlin. Cöln. AkStter für jüdische Wissenschaft und Pädagogik. Der Pentateuch, üöers. u. erläut. von Samson Raphael Hirsch. - g ■■■ - Leitende Artikel. Pe Aerathing des Gcfttzcs über den Austritt aus der Synagogcngcmcindc im Hause -er Abgeordneten. Berlin, Ende Mai 1876. M. Wichtige bedeutungsvolle Tage waren die jüngst vergangenen für die preußischen Juden aller Parteien. Endlich, sagt der eine Theil. ist das Hemmniß der freien Entwicklung hinweggeräumt, endlich ist der drückende Gewissenszwang beseitigt und nicht mehr werden wir durch Polizeigewalt augehallen werden, unser Geld hinzugeben zur Unterstützung von Institutionen, die nicht unseren religiösen Anschauungen entsprechen, zur Besoldung von Cultusbeamten, die unserer religiösen Ueberzeugung zuwider leben und lehren, zur Förderung von Interessen, die mit denen unseres Glaubens nicht harmoniren. Der andere Theil hingegen wird ein gewaltig Klagegeschrei ausstoßen und rufen: Wehe, wehe über Euch, die Ihr dazu beigetragen, die Einheit der Gemeinde zu zerreißen und ihr die Mittel, die zu ihrem Bestände, zur Anstellung ihrer Beamten nothwendig sind, grausam zu entziehn. — Doch wir wollen hier die Frage nicht einseitig erörtern, sondern, da dies geschätzte Organ, wenn auch zunächst die gesetzestreue Partei vertretend, doch stets das wahrhaft religiöse Interesse des Gesammtjudenthums, also aller Parteien zu erstreben sucht, den Verhandlungen eine objective Besprechung widmen. Nachdem wir dieses vorausgeschickt, wird man es erklärlich finden, daß wir mit dem Regierungsentwurf nach der Amendirung durch das Abgeordnetenhaus vollständig übereinftimmert. Wir fühlen uns gedrungen, der Königlichen Staatsregierung unseren aufrichtigsten Dank auszusprechen, dafür, daß sie sowohl der Gewissensfreiheit eine fteie Bahn geschafft und nicht langer ungerechte, gewaltsame Zusammenhaltung Solcher duldet, die in ihrem Gewissen sich getrennt fühlen; daß sie aber auch «Hm

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