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Der Israelit · 1876-05-24 · Heft 21 (24.5.1876) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 21 (24.5.1876)
Date
1876-05-24
Page
– (sequence 2)
Language
German
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470 spjr ppn rfcfi« *6 Nicht also Israel. Vor Seinem ganzen Volke, vor Millionen von Männern, Frauen und Kindern ist Gott in Seiner Majestät erschienen auf dem Berge Sinai arvan on«, ihr selbst habt gesehen! Das ist die untrügliche Erkenntniß. Durch Offenbarung, die dem ganzen Volke geworden, haben wir die Erkenntniß der ewigen Wahrheit erlangt. nnzyj by Mrw wbw. Aus der tiefsten Erniedrigung hat Gott uns emporgetragen zur höchsten sittlichen Höhe, 's>ar nina «’iw. Dnteloß übersetzt diese Worte wie folgt: '7>'1 KJnblB^’fOrP „Und ich brachte euch heran zu meinem Dienste." Das ist Israels Aufgabe geworden und geblieben: der Dienst unseres Gottes. Von diesem Dienste hat uns Gott nimmer befreit; er ist es aber, der uns die höchste Freiheit gewährt; denn Freiheit ist nichts Anderes als die gewahr.e und unbehinderte Möglichkeit der Entfaltung unserer geistigen und sittlichen Kräfte. Die Erkenntniß der Wahrheit gewährt uns die geistige Freiheit, verbannt Wahn und Aberglauben; die Erhebung zu Gott lehrt uns die sittliche Freiheit; sie lehrt uns, durch die Beobachtung von Gottes Gesetz, wie wir uns von der schlimmsten Knechtschaft befreien, indem wir unsere Leidenschaften bezwingen; sie gewährt uns — durch die Vereinigung mit Gott — die ewige Freiheit, indem sie die Bande des Todes löst und uns jenseits der Gruft eine schönere Welt erbaut. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. München, 9. Mai. Bezüglich der Frage der Zulässigkeit eines Abzugs-Geldes beim Hinwegzuge aus einer israelitischen Cultusgemeinde ist aus Anlaß einer Berufung Entschließung des k. Cultus-Ministeriums ergangen, in welcher die folgende für die israelitischen Cultus-Gemeinden im Allgemeinen principiell wichtige Stelle sich befindet: „Die Berechtigung der israelitischen Cultus- Gemeinden zur statutarischen Einführung sog. Abzugsgelder und ähnlicher Auflagen gründet sich auf den Umstand, daß die Religions-Gesellschaft der Israeliten in Bayern verfassungsmäßig eine Privat-Kirchen-Gesellschaft bildet, und derselben als solcher die Ordnung ihrer inneren Angelegenheiten, wie die Aufbringung der zur Aufrechterhaltung des Cultus und der CultuS-Einrichtungen erforderlichen Mittel überlassen ist. DerEinwand, daß die Erhebung solcher Abzugs-Gelder in Widerspruch stehe mit Bestimmungen in §. 1 des Reichs- Gesetzes über die Freizügigkeit vom 1. November 1867, kann nicht als begründet erachtet werden, da israelitische Gemeinden, welche durch Mehrheits- Beschlüsse Auflagen zum Zwecke der Bestreitung ihrer Cultus-Bedürfniffe einführen, nicht als Obrigkeiten im Sinne des Freizügigkeits-Gesetzes aufgefaßt werden können." (Nbg. Korr.) Fürth, ll. Mai. Wir haben jüngst mitgetheilt, daß die Kreisregierung von Mittelfranken der von der Gemeindevertretung erfolgten Präsentation eines Lehrers israelitischer Konfession für eine Lehrerstelle an derhiesig. confessionell-gemischten Volksschule die Bestätigung versagt hat, da der christliche Charakter derEVolksschule gewahrt werden müsse. Die,Gemeindevertretung ist dem gleichzeitig gewordenen Aufträge zur Präsentation eines Lehrers christlicher Confession nicht nachgekommen, sondern hat sich beschwerend an das Ministerium gewendet. In einer jetzt eingetroffenen Ministerialentschließung wird, wieder „Korr." mittheilt, diese Beschwerde abgewiesen und die Regierungsentschließung bestätigt. Stuttgart, 5. Mai. Unser statistisch topographisches Bureau hat nunmehr die vorläufigen Ergebnisse der Volkszählung in Württemberg vom' 1. Dezember 1875 zusammengestellt. Die Gesammtbevölkerung des Königsreichs betrug an genanntem Tage 1,881,505 Ortsanwesende, was einem Zuwachs von 4,46 Prozent seit der letzten Zählung oder einem jährlichen Zuwachs von 8,65 auf 1000 Personen entspricht. Nach dem Religionsbekenntniß ergab die Zählung folgende Resultate: 1,296,650 Evangelische (69 pCt.) 567,578 Katholiken (30 pCt.) anderweitige „Christen" 4167, 12,881 Israeliten und 229 von „anderer" (oder auch gar keiner) Religion. Breiten (Großh. Baden). Vor wenigen Tagen — ->»« 'n — wurde dahier ein Mann zu seiner letzten Ruhestätte begleitet, der als guter hipp und min p es wohl verdient hat, daß ihm in diesem Blatte ein ehrender Nachruf gewidmet werde. Herr Marx Nathan Veis hier starb am 30. April nach kurzem Krankenlager im Alter von 77 Jahren. Es hat sich an ihm bewahrheitet, daß 'ui man dpi ptpo uv 2M, wovon die sehr zahlreiche Leichenbegleitung, an der sich Freunde und Bekannte aller Confessionen von hier und Umgegend betheiligten, einen ehrenvollen Beweis lieferte. Als langjähriger bniv für hier und Umgegend war es ihm gegönnt, eine den Zahlenwerth seines Namens '3ViB 3py» weit übersteigende Zahl

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