Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 17 (1876)
- Issue
- Heft 12 (22.3.1876)
- Date
- 1876-03-22
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2446951-2447645-2447658--12374-2468197- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
XYII. Jahrg°»g. .HZ 12. Der, Israelit. J Ein Central-Orgm des orthodoxen Judenthun Herausgegeben von Dr. Lehmann tn Mainz Mittwoch, den 2 2. März 5 6 3 6 0876). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Psennige die Petitzeile oder deren Raum. — Oefterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband vro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. BV” Pa mit dem 1 April 1876 ein «enes Huartal beginnt, fo ertauben wir uns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksam z« machen, daß namentlich bei der 'Kok das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Werfendung keine Unterbrechung erleide. Inhalt. Leitende Artikel: Ereb Pes,ach am Sabbat. — Herr Rabbiner Süskind in Wiesbaden und — Maimonides. — Zeittmgsnachrichlen und Correspondenzen: Deutschland: Aus Baden. Brandenburg a. d. H. Paderborn. — Schweiz: Bern. — Australien Melbourne. - Feuilleton: Binjamiu. Arryitt der erste« Neikege: Leitender Artikel: Literarischer Bericht. Zeitungsnachrichten und^Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Alts Preußen. WrescheD — Rumänien: Bukarest. - England : London — Feuilleton: Bilder aus dem alten Prager Ghetto. Knyatt der »wette» zreit«ge: Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Berlin. Altona. Leit««de nttitel. €xtb Wach am Sabbat. Mainz, 1Z. März. Der nächste Ereb Peßach wird an einem Sabbat sein, der zugleich Sabbat Hagadol ist und an welchem in den meisten Gemeinden die Haphtara 'ui '-D nmjn Maleachi Cap. 3, B. 4 gesagt wird. Zwanzig Jahre sind verflossen, seitdem der Rüsttag zum Peßach - Feste auf einen Sabbat gefallen. Wir werden von vielen Lesern des „Israelit" ersucht, diesen eigenthümlichen Fall, der sich manchmal erst in sehr langen Zwischenräumen wiederholt, in diesen Blättern zu besprechen und die Besonderheiten desselben näher anzugeben, j Auch zur Zeit, als der heilige Tempel noch J stand, war dieser Fall ein nicht häufiger. Einmal. > die Söhne Bethera's standen an der Spitze des! Synhedrium, da fiel der Rüsttag des Peßachfestes j auch so, und man wußte nicht, ob man das Peßachj Opfer am Sabbat darbringen dürfe oder nicht. I Ganz Israel war rathlos. Da trat ein armer j Holzhauer auf, Hillel hieß er und war aus Baby-! lon eingewandert, und unternahm es, zu beweisen, ' daß das Peßach-Opfer den Sabbat verdränge gerade so wie das alltägliche Opfer i'On p-»p; wie es da heiße ratza nyics, zu seiner bestimmten Zeit — also auch am Sabbat, ebenso müsse man das nyicn beim Peßach-Opfer erklären: zu seiner bestimmten Zeit, also auch am Sabbat. — Als die Söhne Bethöra's die hohe Weisheit und das tiefe Wissen Hillels erkannten, traten sie von ihren Aemtern zurück, und Hillel wurde zum Fürsten Israels erwählt. Dieser aber, weit davon entfernt, beglückt zu sein durch das hohe Amt, fing an, den Leuten die bittersten Vorwürfe zu machen. „Was," rief er, „hat es verschuldet, daß ich von Babel kommen mußte, um Euer Fürst zu werden? Der traurige Umstand, daß Ihr nicht fleißig genug studirt habt unter der Leitung der zwei großen Gelehrten Schemajah und Abtalion!" — Es war das das einzige Mal, daß Hillel, dessen Langmuth später sprüchwörtlich wurde, zürnte. Und der Zorn