Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 17 (1876)
- Issue
- Heft 9 (1.3.1876)
- Date
- 1876-03-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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196 fen, bis auf die jetzige Minute. In dem Augenblicke erschienen ihm alle Vater- und Muttermörder, die je diese Welt verunziert Hutten, dieser Niedertracht Budweisers gegenüber als mustergiltige, ehrwürdige Menschen, als weiße, reine Engel! — Wieso hatte Budweiser, der böse Mensch, erfahren, daß er heute beim Bes - Din um den Chower petiren wollte? — denn daß von ihm die Rede sei, war bei dem, was er von Beiden klar und deutlich gehört, außer jedem Zweifel — auf welchen zweiten der andern tausend Millionen Erdbewohner hätte dies noch gepaßt?! War das nicht die fürchterlichste Mißgunst? — Neid konnte man nicht sagen, denn Budweiser besaß ja schon den Chower, den hatte er gleichzeitig wie einen Nebentreffer mit der Gabbestelle bekommen, die er ihm — Wodolka— weggeschnappt! — Das war nur ein blinder Jnstinct des Haffes, ein angeborener Trieb der Feindschaft — d as konnte er Nur vermuthet, errathen, aus seinen Zügen abgelesen, seinen lautlosen Gedanken abgelauscht haben, daß er jetzt um den langentbehrten Chower competiren wolle; — und da war er ihm augenscheinlich offenbar vorausgeeilt und hatte den Gifttropfen des Verdachtes in die reine Seele des Rabbinatsseniors geträufelt, hatte ihm gesagt, daß er, — Wodolka — der einen Monat lang schon das Schneider- Handwerk aufgegeben, aber über lang oder kurz zu diesem zurückkehren werde, daß dann das Schreckliche geschehen könne, daß ein Schneider einen Chower hätte — wellerschütterndes Ereigniß! — und was hätte man dann dagegen thun können? Die Tekonos hakillo lauteten: Ein Schneider darf kein Chower werden — aber wo stand geschrieben: Ein Chower darf kein Schneider werden?! . . . (Forts, folgt) ANZEIGEN, Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. peulwiis-Anstalt (für isr. Unterrichts - und Handelsschule) von M. I. Löwenthal, Frankfurt a. M., Mainstraße 4, können wieder einige Knaben eintreten. Referenzen aus allen Theilen Deutschlands und Rußlands und Prospekte werden gern mitgetheilt. (389 pidd Sy empfiehlt Essig und Zwetschken-Branntwein Bingen a. Rh. M. Hecht Sohn. Referenzen betr. -itcon ertheilt unser Rabbiner Herr vr. Sänger. (219 In die /Kitte tüchtige, streng religiöse Person, welche perfect kochen und alle Hausarbeiten versehen kann, suche ich in meine Haushaltung, aus 2 Personen bestehend, gegen guten Lohn. Eintritt zu Ostern. [417] 'I. Birnbanm in Worms. Töchter - Pensionat in Hannover. Frau l>r Leverson au§ London empfiehlt ihr Pensionat allen Denjenigen, welche ihren Töchtern eine gründliche, gediegene Erziehung geben wollen. Anch einige innge Mädchen, welche sich praktisch für das Hauswesen vorbereiten wollen, finden Aufnahme und geeignete Gelegenheit, sich nebenbei in den fremden Sprachen und der Musik zu vervollkommnen. Näheres zu erfragen durch schriftliche oder mündliche Anfragen Thiergarterrstratze 4, Hannover. Aür ein junges Mädchen wird pro Mai eine (3 Stelle zur Erlernung des Geschäfts und des Haushaltes gesucht. Dasselbe ist schon im elterlichen Hause im Geschäft und im Haushalte thätig gewesen. Gef. Offerten unter L. J. Nr. 486 besorgt die Exped. d. Bl.