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Der Israelit · 1876-03-01 · Heft 9 (1.3.1876) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 9 (1.3.1876)
Date
1876-03-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XYH. Jahrgang. Der Israelit.! Tin ^Hentrat-Grgan für das orthodore Iudenthum. HerauSgezeben von Vr Lehmann m 5Jf a i n z. Mittwoch, den 1. März 563 6 (1 8 7 6). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Psennige die Petitzeile oder deren Raum. — Ocsterreichische Banknoten lant Cours. — Direkte Fraucozusendnng unter Streifband vro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition sranco einzusenden. Inhalt. Leitende Artikel: Die großen Ennndsäße des Judenthnins. — Zeitungsnachricbten und Eorrespondenzeu: Deutschland: Berlin. Ans Preußen. — D est.-Ung. Monarchie: Wien. Wien. Gray. Dachau. — Rumänien: Jassy. — Rußland: Moskau. — — Frankreich: Paris. — England: London. — Australien. — Äfrik. : Tunis. — Feuilleton: Binjannn. ds? erstem Metkage: Leitender Artikel: Sir Moses Montcnore'S Bericht über ferne Reise rrach dem heil. Lande. — Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzeu: Deutschland: idciit heilbach a. M- ^traßbnrg. — Holland: Haag. - England: Liverpool. — Feuilleton: Bilder ans bent alten Prager Ghetto. Anhalt der zweite« ZSeikage: Leiteilder Artikel: Der israel. Friedhof zu Mainz. Zeitungsnachrichten und Eorrespondcnzen: Deutschland: Sätlzbnrg in Baden. Bllttcnwicscil. Frankfurt a. M. — Dest.-Ung. Monarchie: Preßburg. — Frankreich: Paris. — England: London Leitende Artikel. Me großen Grundsätze des Merithums. VIII. Mainz, 23. Februar. ''ii -aya ‘i na 2'nvn »na „Was — wie es heißt: Was verlangt der Ewige, dein Gott von dir, nur Ihn zu fürckten." (5. B. M. C 10, V. 12.) Hat uns in den vorhergehenden Capiteln die Allwissenheit Gottes im Verhältnisse zur Willensfreiheit des Menschen beschäftigt, so tritt in unserer heutigen Abhandlung eben diese Willensfreiheit in den Vordergrund. Der oben angeführte Ausspruch der heiligen Schrift constatirt die Willensfreiheit auf das Deutlichste. Das Einzige, was Gott von dem Menschen verlangt, ist die Gottesfurcht. Diese brauchte nicht gefordert zu werden, wenn nicht der Mensch die F^iheit hätte, dem göttlichen Willen entgegenznhandeln. Es soll jedoch durchaus damit nicht gesagt sein, daß Gott sich jeglicher Einwirkung auf das Handeln der Menschen entzieht. Der Mensch hat die Freiheit des Entschlusses. Hat er den Entschluß gefaßt, gut, fromm, brav, tugendhaft zu sein, so hilft ihm Gott, diesen Entschluß auszuführen und alle entgegenstehenden Versuchungen zu ^verwinden t.w rv^oa nneb san. Hat er aber den Entschluß gefaßt, schlecht zu sein, so bietet sich dazu ihm die Gelegenheit. .hndib ny# 18 ]'nn? xaa3 Nun Dem Entschlüsse des Menschen gegenüber aber hat Gott selbst Seiner Allmacht und ebenso Seiner Allwissenheit eine Schranke gesetzt. Daß Gott durch die von Ihm selbst getroffenen Einrichtungen Seiner Allwissenheit eine Schranke setzt, davon finden wir ein Beispiel im Talmud. Dort wird erzählt, daß die Engel vor Gottes Thron erscheinen und sich erkundigen, wann das Neujahrsfest, wann der Versöhnungstag sein wird;*) *) Der lalimib redet von jener Zeit, da der rag des 'Reumondes nach Aussage von gengen, die den Reninond gesehen harren, als erster rag des Monats vom jvj geheiligt wurde.

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