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Der Israelit · 1876-02-09 · Heft 6 (9.2.1876) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 6 (9.2.1876)
Date
1876-02-09
Page
– (sequence 13)
Language
German
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125 ' sowie alle Awelim , wo er überdies den Armen noch reiche Spenden brachte. Auch trat er dem Vereine Mechalke Tarnegolim") bei, und unterzog sich dem undankbaren Geschäfte, die Hühner für diesen humanen Zweck recht billig zu erstehen. Kurz, Jakow Wodolka wußte sich in seiner neuen Stellung recht gut zu präsentiren, und seine Frömmigkeit , seine Woblthätigkeit, seine gemeinnützige Thätigkeit gewannen ihm, mit vollem Rechte, viele Freunde. Drei Wochen waren seit der Zeit, da er die Schneiderei aufgegeben, vergangen, und Wodolka glaubte, setzt sei der richtige Moment gekommen, da die Frucht der Saat entgegenreife, setzt könne er, der reiche, wohlthätige Mann, ohne befürchten zu müssen abgewiesen zu werden, den Chower verlangen. Das Wie? das war die Frage. Es unterliegt keinem Z weifel, daß die Abgeschlossenheit des südischen Gemeindelebens auf die eigenartige Entwickelung desselben den entschiedensten Einfluß ausübte. Zurückgedrängt auf einen engen Kreis, wandte der Jude diesem alle erdenkliche Aufmerk- 9) um einen lobten Anverwandten Iraucrnbc. 10) war:lieh Hnhnerverrheiler, die am Samstag den .Franken kuppen und gelochte Hühner verlheilen. samkeit zu und jede Einzelnheit wurde regelmäßigen Gesetzen und Regeln unterworfen. Gerade aus der Zeit des tiefsten Druckes stammen die zahlreichsten Tekones der meisten alten Gemeinden. Auch Prag ist nicht arm an solchen, denen sich noch überdies neben niedergeschriebenen Bestimmungen im Laufe der Zeiten Gepflogenheiten zugesellten, welche mit ebenso drakonischer Strenge als die Tekor-»s selbst gehalten wurden. Als schlagender Beweis für die Neigung jener Zeit, fortwährend Gesetze und neue Bestimmungen zu schaffen, mag angeführt werden, daß bis vor einigen Jahren bei der großen Prager Beevdigungsbrüderschaft, deren allerdings sehr complicirte Statuten von dem berühmten hohen Rabbi Löw verrühren, der Gebrauch bestand, daß jedes Mitglied, das Soken (Altmanu) wurde, gehalten war, eine neue Tekone zu verfassen. Man kann sich leicht denken, welche Anzahl von Bestimmungen auf diese Weise im Lcufe der Jahre entstanden, und zu welchen originellen Combinationen man schreiten mußte, um bei dem, wenn auch sehr segensreichen und hochanerkennenswerthen Wirken dieses menschenfreundlichen und frommen Vereines, so doch beschränkten Wirkungskreise noch etwas Neues erfinden zu können! (Fortsetzung folgt.) A N ZEIG E N. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. je k. Ii. |offür Stickerei, Weberei und ^Ilß-AWZ Kirchliche WaramentiK, des § »18* ■/, Stadt, Seilergasse 9, > empfiehlt sich zur schönen, soliden und liturgisch-correcten Anfertigung von israelitischem Temi-1 pelschmuck, Paroches, Thoramäntelchen, Chuppa rc. rc. ->'2 uw -nSsii '\f Zeichnungen und Preis-Conrarrte auf Verlangen. h ffctk- Die vollständige Ausstattung der neuen Tempel zu Breslau, Ulm und Fünf Haus J-j. „ wurde in jüngster Zeit von dieser Anstalt in einer Weise ausgeführt, daß derselben von den y & betreffenden Gemeinde-Vorstehern die vollste Anerkennung der Vorzüglichkeit ausgesprochen wurde. 284 3J

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