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Der Israelit · 1876-02-09 · Heft 6 (9.2.1876) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 6 (9.2.1876)
Date
1876-02-09
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XYII. Jahrgang. M « Israelit ♦ trt Gentrat-Grgan für das orthodoxe Iudenthum. HerauSyeqeden von Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 9. Februar 56 3 6 087 6). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeilc oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozuscndung unter Streifband vro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusendcn. Anhalt. Leitende Artikel: Die großen Grundsätze des Judentbums. . - Ueber den Erlaß der würltemb. Israel. Oberkirchenbehörde rc. Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: Mainz. Groß-Gerau. Berlin. Paderborn. — Oesterr.-Ung. Monarchie: Wien. Gr.-Magendorf. — Schweiz: Basel — England: London. — Türkei. — Feuilleton: Haus Ebers. Zntzatt der ertte« Betsage: Leitender Artikel: Sir Moses Montenore's Bericht über seine Reise mach dem heil. Lande. Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: Grünftadt. Frankfutrt a. M. Frankfurt a. M. Hamburg. — Rußland: Odessa. — Feuilleton: Bilder aus dem alten Prager Ghetto. Inyatt der zweiten Neitage: Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: Crailsheim. Schippenbeil. Borken. — Oest.-Ung. Monarchie: Butschowitz. — Algerien. — Leitende Artikel. Die großen Gruu-sühe des Iudenthums. v. Mainz, 2. Februar. 'b nsnj 'i pimo irren *pimD „Von ferne, wie es heißt: von ferne ist mir Gott erschienen." (Jerem. 31. 3.) Das Judenthum ist vor Allem eine historische Religion, d. h. eine Religion, die sich hauptsächlich auf historische Thatsachen stützt. Deßhalb beginnt | auch die heilige Schrift mit dem Anfänge aller! Geschichte, mit der Schöpfung; sie führt uns dann die Erlebnisse der ersten Menschen vor und ihr Geschick, in das der allmächtige Gott. sich wieder und wieder offenbarend, eingreift, bis Er endlich das entartete Menschengeschlecht hinwegrafft durch eine allgemeine Fluth. Nur Noach, der neue Vater der Menschheit, findet Gunst in den Augen des Herrn. Aber die Nachkommen Noachs empören i sich auf's Neue gegen den Schöpfer; Er verwirrt! ihre'Sprachen und zerstreut sie über die ganze Erde. Mit Abraham erst wird ein Geschlecht begründet, das zum Träger der göttlichen Offenbarung geeignet ist für alle Zeiten. Das Geschlecht wachst heran, wird zum Volke, und empfängt, nachdem es im eisernen Schmelztigel Mizrajims geläutert ist, die göttliche Lehre am Berge Sinai. In der Wüste wird es dann erzogen vierzig Jahre lang, nimmt das verheißene Land in Besitz, verfallt in Götzendienst und wird unglücklich, kehrt zu Gott zurück und findet Rettung. So geht es Jahrhunderte, bis das Volk sein Land verliert und in die Verbannung wandert. Erst im fremden Lande hat es Gdtt so lieben gelernt, daß es von Ihm nicht mehr läßt, wenn es auch häufig Seine Gebote mißachtet. In das Land der Volker zurückgekehrt , bleibt eS zwar treu seinem Gotte, zieht sich aber durch Parteisucht. Uneinigkeit und Bürgerzwist wiederum die Verbannung zu. Zum zweiten Male wird das Heiligthum unsres Gottes zerstört, und nun beginnt für Juda eine Geschichts-

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