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Der Israelit · 1876-01-19 · Heft 3 (19.1.1876) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 3 (19.1.1876)
Date
1876-01-19
Page
– (sequence 14)
Language
German
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58 Oscher, mehrOscher als ich — aber für mein Kind ist mir nix zu theuer — und dann . . . sein Mädel ist e brav' gut' Mädel — hübsch mies “) — das geht mich zwar nichts an; — aber sehr jung ist sie, nicht einmal siebzehn Jahre — meine Ester ist schon vieruvdzwanzig Jahre; — da mach' ich mir nix daraus, ihm die Familie auszukaufen — Reb Bezalel TauSk Tochter kann noch warten. — Wenn Ester auch nicht mein Kind, und schon vier Jahre Braut wäre, würd' ich auch so paskenen^) , „Die Familie is gar nit zu kaufen, Reb Bezalel TauSk ist entfernt Freund") mit Euer Schochen, Jakow Wodolka, der will Bezalel Tausk Aden als — Kind annehmen." Wieder überzog eine jähe Rothe Budweisers Gesicht, er schlug die Dose heftig auf den Tisch, daß der Tabak umherstäubte und rief: „Meines Dadens Vetters Geschwisterkinds Kutschers Peitsch' knallt^) — ich bin ein Prager Kind und weiß Bescheid in allen Mischpochosl9), was is Reb Bezalel mit dem" .... „Untam" wollte er schon sagen, sagte aber doch nur — „Schneider verwandt?! — nix — gar nix, Jakow Wodolka's 15) ziemlich häßlich. 16) entscheiden. 17) verwandt. 18) Ein Sprichwort, wenn man ungehörige Verwandtschaftsansprüche zurückweisen will. 19) Familie. Obervetter war ein Schwager von seinem Großschwären 20) .... das thut Jakow nur mir zu lehachis^), das hätt' ich doch nicht von ihm gedacht! . . . Jischpot Elokim beno ubeni^) . . . . oder sucht Ihr nur einen Vorwand, meint Ihr, Reb Bezalel Tausk gibt mehc Nedann? — sagt's gerad heraus! — er hat mehr Geld als ich — aber lieber als ich mein Kind Hab', kann er seine gar nicht haben; — er hat mehr Geld als ich, — er hat aber auch mehr Kinder unbeschrien! — wenn ich mir weh Lhun^) will und ich will mir weh thun — kann ich meinem Kind so viel geben als er . . ." „Was redet Ihr?!" unterbrach ihn Rakonitz . . . „So etwas fallt mir gar nicht ein . . . Seht, ich will gerad mit Euch reden, .... es ist kein Muthwillen von mir, ... ich bin ein alter Mann, ich bin kränklich, ich will mein jüngstes Kind noch unter der Chuppe^) führen - wenn mein Sohn Reb Bezalel Tausk Tochter nimmt, ist er in einem halben Jahr Balbos^), .... Eure Tochter ist schön, brav, gut, fromm . . . was nützt mich aber das Alles, wenn Ihr Euch für Euern Aden keine Familie schaffen könnt!" (Fortsetzung f.) 20) Großschwiegervater. 21) mich zu kranken. 22) Richte Gott zwischen ihm und mir. 23) mich anstrengen will. 24) Trauhimmel. 25) verheirathet ANZEIGEN. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich Die zum 1. Januar 1876 neueintretenden Abonnenten erhalten die Anfänge der (jetzt bald zu Ende gehenden) Erzählungen gegen Einsendung von 1 Mark (in Briefmarken oder per Posteinzahlung) nachgeliefert. Die Expedition des „Israelit". ine durchaus tüchtige und gewandte Verkäuferin für unsere Seide- und Modewaaren-Handlung gesucht von Geschwister Alsberg in M.-Gladbach. Heidelberg. Gasthof zum goldenen Ross. Eigenthümer: M. Witsenhanfen. Reu und comfortable eingerichtet. Streng religiös. Den verehrlichen Reisenden bestens empfohlen, sowie zur Abhaltung von Hochzeiten und Festlicykeiten aller Art. (787. in tüchtiger Zuschneider sucht in einem Herren- Garderobe-Geschäft, wo Sonnabend und Feiertage geschlossen ist, Stellung. Offerten beliebe man unter Chiffre 1^.69 an die Exped. d. Bl. zu richten. 79]

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