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Der Israelit · 1876-01-12 · Heft 2 (12.1.1876) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 2 (12.1.1876)
Date
1876-01-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
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^VII. Jahrgang. M 2 Der Israelit. Gin Kentrsilk-Grgan für das orthodoxe Iudenlhuw. Herausgegeben von vr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 12. Januar 5636 (1 87 6). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Ranm.— Ocsterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitende Artikel: Die großen Grundsätze des Judenthunis. — Jude und Christ. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Darmstadt. Darmstadt. Von der Bergstraße. Berlin Aus dem Rheinlande. Hcgenheim. — Frankreich: Paris. Paris. Paris. — England: London. Liverpool. Liverpool. — Feuilleton: Haus Ebers. )«üatt der erste« ZSetkage: Leitender Artikel: Literarischer Bericht. Zeltungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Düsseldorf. — Schweiz: St. Gallen. — Frankreich: Paris. — Türkei: Konstantinopel. — Feuilleton: Bilder aus dem alten Prager Ghetto. ZnSatt der zweite« Meitage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. — England: London. — Leitende Artikel. Die großen Grundsätze des Iudeuthnms. i. Mainz, 6. Januar. Die größten Denker unseres Volkes haben sich bemüht, gewisse Grundsätze aufzustellen,, welche das! gesammteJudenthum umfassen und ihm zugleich als i Grundlage dienen. Diese, Jckarim" genannt,! wurden nicht immer in derselben Weise dargelegt.! Maimonides zählt deren dreizehn auf; doch wurde I er vielfach widerlegt; nicht etwa, daß es einem! gläubigen Israeliten in den Sinn gekommen wäre, j dieselben für unwesentlich zu erklären; man hat nicht die Giltigkeit der Maimonidischen GlaubenSgrundsätze bestritten; wohl aber hat man mit Recht eingewendet, daß einige derselben genau dieselbe Berechtigung haben wie andere nicht aufgezählte. So ist doch sicherlich der Glaube an die Erschaffung der Welt durch Gott ebenso wichtig wie einer der dreizehn Grundsätze. Von Hauptgrundsätzen im Vergleiche zu andern, nebensächlichen, kann im Judenthume überhaupt nicht die Rede sein; jede- Gottesgebot ist so wichtig wie das andere, und eS gibt im Grunde keinen andern Maßstab dafür als die Strafe, die Gott auf die Uebertretung gesetzt hat; aber auch dieser Maßstab ist nicht immer zutreffend. So gibt es meistens keine Strafe für Unterlassungssünden, während der größte Theil der Uebertretungssünden hart geahndet werden soll, und doch steht die Erfüllung eines Gebotes manchmal höher als die Beachtung eines Verbotes (ntc'yn nnn nvy). $Beim wir von dem Gesichtspunkte der Wichtigkeit ausgehen, so müssen wir jedes Wort, ja jeden Buchstaben des Pentateuch, jede Lehre der Tradition für einen „Jckar", für einen wichtigen Grundsatz erklären. Es gibt aber noch andere Gesichtspunkte; man kann von allgemeinen Grundsätzen reden, ohne die besonderen oder die einzelnen Dinge ihnen an Wichtigkeit unlerordnen zu wollen. In dieser Weise hat der große Denker, Rabbi Joseph Albo, der Verfasser des Buches „Jckarim", allgemeine Grundsätze aufgestellt, die seit vielen Jahrhunderten allseitig An-

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