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Der Israelit · 1875-12-15 · Heft 50 (15.12.1875) · page 22

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Journal
Der Israelit
Volume
16 (1875)
Issue
Heft 50 (15.12.1875)
Date
1875-12-15
Page
– (sequence 22)
Language
German
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1126 Palästina. □ Jerusalem, im Nvv. Eine bemerkenswertbe archäologische Entdeckung ist hier gemacht Worden. Der Besitzer eines außerhalb der Stadt, 150 Ellen nördlich vom DamaskuS-Thor und im Westen der nördl. Straße gelegenen Grundstücks stieß bei der Anlage einer Cysterne auf einen 12V« Fuß unter der Oberfläche des Bodens befindlichen Felsen. Derselbe erwies sich als hohl, und man fand darunter eine Reihe in den Felsen gehauener Grabkammern. Diese bestehen aus zwei unregelmäßigen, viereckigen Gewölben, von denen eines 15 Fuß lang, 10 Fuß breit und 3 Fuß hoch ist, nebst einem dritten, dessen Plan aber noch unvollkommen ist. Unter dem kleineren der zwei ersten Gewölbe befindet sich noch ein anderes. In der größeren Grabkammer wurde ein steinerner Kasten von ungewöhnlichen Dimensionen gefunden, der menschliche Gebeine enthielt. Er ist aus einem einzigen Stein gefertigt, 7 Fuß 7 Zoll lang, 2 Fuß 8 Zoll breit und drei Fuß 2 Zoll hoch. Jerusalem. „Habazeleth" berichtet von hier, daß die Missionare zwei indische Mädchen gegen den Willen ihrer Eltern in ihrem Institute festgehalten. Die Eltern, die die Ueberzeugung gewonnen, daß von einer freiwilligen Herausgabe der Mädchen keine Rede mehr sein kann, suchten im Vereine mit andern Glaubensgenossen dieselben, als sie mit noch andern die Kirche verlassen, gewaltsam zu befreien, was ihnen aber nur mit einem derselben gelang. Auf Intervention der Behörden mußte vorläufig das Mädchen wieder zurückgegeben werden und die Eltern wurden auf Befehl des PaschahS in'S Gefängniß gefetzt. (Nach den neuesten uns zugekommenen Nachrichten sind nicht allein die Eltern wieder in Freiheit gefetzt, sondern es sind auch die Mädchen denselben auf Befehl des Paschah zurückgegeben worden, nachdem diese Mädchen den Wunsch ausgesprochen, zu ihren Eltern zurückzukehren. Red. des „Jsr.") Amerika. Unter den Israeliten Baltimores herrscht seit einiger Zeit beträchtliche Aufregnng, weil das Gerücht plötzlich entstanden und schnell verbreitet war, daß der vielbewunderte Rabbiner einer dortigen Synagoge eigentlich ein Christ sei. Als Ankläger tritt der Rabbiner einer andern Synagogengemeinde, vr. Szold. auf, welcher behauptet, der Beschuldigte, vr. Jacob Mayer» sei vor langen Jahren in Liverpool zum Chrifteuthume übergetreten, und beruft sich dabei auf das Zeugniß anderer unterrichteter Männer. Die Ermittlungen haben nun unzweifelhaft ergeben, daß ein Rabbiner vr. Jacob Mayer in Liverpool allerdings zum Chistenthum sich bekannt habe. Der Angeschuldigte bestreitet aber auf das Entschiedenste seine Identität und befindet sich jetzt auf der Reife nach England, um die Beweise für seine Unschuld zu sammeln. A N ZEIG E N. Für den folgenden Theil ist die Redactton nicht verantwortlich. <7^ür eine Wittwe, 35 Jahre alt, mit einem Kinde, O und von angenehmem Aeußern, die ein Manufocturwaaren-Geschäft in einer sehr großen Stadt Süddeutschlands wie auch ein Vermögen von 15,000 Gulden besitzt, wird ein Kaufmann von 35—40 Jahren aus. guter Familie gesucht. Vermögen ist nicht erforderlich, jedoch kaufmännische Bildung. Franco - Offerten sub Nr. 3014 besorgt die Exped. d. Bl. cns'o, welche die Correctur einer min ->bd übernehmen und sofort in Arbeit ncbmen können, wollen ihre Bereitwilligkeit und Adresse zum Behufe weiterer Correfpondenz ungesäumt anzeigen bei 3058j Snlomon Mändle in Heilbronn a. N. in ordentliches isr. Mädchen, welches die Küche gründlich versteht, wird für sogleich gesucht. Offerten unter E,|G. 2962 besorgt die Expedition d. Bl.

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