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Der Israelit · 1875-11-17 · Heft 46 (17.11.1875) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
16 (1875)
Issue
Heft 46 (17.11.1875)
Date
1875-11-17
Page
– (sequence 17)
Language
German
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XVI. Jahrgang. Zweite Leilage;u Nr. 46 des Israelit. Leidender 51 t H f e I. Das «rMbegrSu-eadr Hospital i» Jerusalem. Mainz, 10. Nov. Der im „Israelit" Nr. 32 d. I. veröffentlichte, wiederholte Aufruf für obigen Zweck hat, wie unsere geehrten Leser ans den Spendenlisten ersehen, wenn auch bei weitem noch nicht genügenden, doch, G. s. D., recht günstigen Erfolg gehabt Doch hat er auch zu einem Mißverständnisse Anlaß gegeben, das sich in dem nachstehenden von Herrn Dr. Schwarz zu Jerusalem an die Redaction des „Israelitischen Boten"*) gerichteten Briefe kundgibt: Jerusalem, 24. Sept. 1875. Geehrtester Herr Redacteur! In der Beilage zu Nr. 23 Ihres geschätzten Blattes, äato 2. September, erschien sub „Würzburg" ein Aufruf zu Geldbeiträgen für ein in Jerusalem zu gründendes Hospital, der die Existenz des hier seit'21 Jahren bestehenden Freiherriich Rothschild'schen Hospitäler gänzlich ignorirend, dem Leser die irrige Meinung beibringen könnte, als besäße Jerusalem überhaupt kein israelitisches Krankenhaus. Gestatten Sie mir daher, geehrtester Herr Redacteur, in gerechter Würdigung des Sachverhaltes die Bekanntgabe, daß in dem Freiherrlich Rothschild'schen Hospitale jährlich im Mittel 350—400 Kranke unentgeltlich verpflegt und den gänzlich mittellosen Reconvalescenten bei ihrer Entlassung kleine Geld-Unterstützungen verabreicht werden. Dreimal in der Woche wird ferner in der Anstalt in öffentlicher Ambulanz allen dort ärztliche Hilfe Suchenden gratis ordinirt, und erhalten sämmtliche Kranken ohne Ausnahme die Medikamente unentgeltlich. Die Anzahl der in diesem Jahre (5635) behandelten Kranken beträgt, trotzdem das Hospital wegen vorgenommener Renovirung heuer zwei Monate lang geschlossen bleiben mußte, über 15,200. In dem von den Herren Montagu und Dr. Ascher im Juni d. I. veröffentlichten Rapporte über die Verhältnisse Jerusalems wird des Rothschild'schen *) Anm. der Red.: Es ist dieses das von uns in voriger Nummer erwähnte angeblich orthodoxe Blatt, welches der isr. Gemeinde zu Eöln zur Akquisition des Herrn Dr. Frank (siehe den ersten leitenden Artikel in dieser Nunnner) Glück wünschte. Hospitals als des bestgeleiteten in erster Reihe Erwähnung gethan; und erst letzthin gelegentlich des hiesigen Aufenthaltes Sir Moses Montefiore's besuchten in feinem Aufträge Herr Dr. Loewe und der den Baronet begleitende Arzt, Herr E. Edmund Atkin, die Anstalt und drückten ihre Anerkennung über die segensreiche Wirksamkeit des Instituts in schmeichelhaften Worten aus. Es ist demnach etwas seltsam, wenn von ge» nannter Seite dieses unter streng orthodoxem Ritus geführte Hospital gänzlich ignorirt wird, zumal mit demselben, Dank der Munificenz der Freiherrlichen Familie von Rothschild und des Herrn Dr. Albert Cohn aus Paris auch noch andere Wohlthätigkeits- Jnftitute, wie Mädchenschule, Schule für Handwerksl-hrlinge, wöchentliche Brodvertheilung an Arme, monatliche Verkeilung von Geld und Wasche an arme Wöchnerinnen verbunden sind. Indem ich mir Vorbehalte, demnächst den Jahresbericht über diese Anstalten Ihnen einzustnden, erlaube ich mir, Sie, geehrtester Herr Redacteur, um Aufnahme dieser Zeilen in die nächste Nummer Ihres geschätzten Blattes zu ersuchen, und bitte Sie im Vorhinein meinen besten Dank mit der Versicherung der vorzüglichsten Hochachtung genehmigen zu «ollen. Dr. Schwarg, Direktor der Freiherriich Rothschild'fche» Wohlthätigkeits - Anstalten in Jerusalem. Hierauf hat das Comite die nachstehende Entgegnung erlassen: An die Redaction des „Israel. Boten"! Löbliche Redaetion! In der Beilage zu Nr. 31 Ihres gesch. Blattes vom 20. Oct. c. befindet sich ein an die löbl. Redaction ergangenes Schreiben des Arztes an dem israel. Freiherrlich v. Rothschild'schen Hospitale zu Jerusalem, Herrn JDr. Schwarz, abgedruckt, worin derselbe sich beschwert, daß in unserem Aufrufe vom 2. Av. 5635 („Israelit" Nr. 32), das neuzubegründende Hospital in Jerusalem betreffend, die Existenz des in Jerusa» lem bestehenden Freiherrlich v. Rothschild'schen Hospitals gänzlich ignorirt, was dem Leser die irrige Meinung beibringen könnte, als besäße Jerusalem überhaupt kein israelitisches Krankenhaus. Hierauf haben wir einfach Folgendes zu erwidern: Unser allegirter Aufruf bezieht sich gleich in seinem Eingänge ausdrücklich auf unseren früher erlassenen Aufruf zu Geldbeiträgen zum Zwecke

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